UbuntuBSD vereint Ubuntu und FreeBSD

22. März 2016, 13:47
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FreeBSD liefert Kernel und Support des ZFS-Filesystems

Ist es eine Linux- oder eine BSD-Version? Die Frage ist bei UbuntuBSD wohl nicht ganz einfach zu beantworten. Das Betriebssystem ist eine Mischung aus Ubuntu 15.10 ("Wily Werewolf") und FreeBSD 10.1. Von Ubuntu wurde etwa das Installationsprogramm übernommen, von FreeBSD stammt der Kernel sowie der Support des ZFS-Filesystems, das Volume Management mit Redundanzfunktionen und die verfälschungssichere und selbstheilende Verwaltung von Dateien unter einem Dach vereint.

Auch für den Desktop

Die UbuntuBSD-Entwickler betonen, dass ihr System sich auch gut als Desktop eignet. Etwa mit Xfce als Oberfläche. Für Tester steht eine erste Betaversion zum Download bereit.

Unklarheiten

ZFS wird übrigens von Ubuntu ab der im April erscheinenden Version "Xenial Xerus" erstmals offiziell unterstützt. Die Entscheidung das Filesystem zu einem Teil von Ubuntu zu machen, hat für Kritik gesorgt, da sich Juristen nicht einig sind, ob die Lizenz von ZFS mit der GPLv2 des Linux-Kernels kombinierbar ist. Der Quellcode des Dateisystems steht unter der Common Development and Distribution License (CDDL) 1.0. Die laut Ansicht der Free Software Foundation (FSF) inkompatibel zu der von ihr geschaffenen GPLv2 ist.

ZFS wurde ursprünglich von Sun für sein Unix-Derivat Solaris entwickelt. (red, 22.3. 2016)

  • ubuntuBSD! mit Xfce-Desktop
    foto: ubuntubsd!

    ubuntuBSD! mit Xfce-Desktop

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