Harter Kern, Liebling Arnautovic

Infografik22. März 2016, 13:02
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ÖFB-Teamchef Marcel Koller setzte in 35 Spielen nur 17 Debütanten ein – Stoke-Legionär kam unter dem Schweizer zu den meisten Einsätzen

Stegersbach – Marcel Kollers Beharren auf einem Stamm im österreichischen Fußball-Nationalteam findet in der Statistik einen deutlichen Niederschlag. Vor den Testspielen in Wien am Samstag gegen Albanien und am Dienstag gegen die Türkei ließ der Schweizer in 35 Länderspielen lediglich 17 Spieler debütieren, was den geringsten Schnitt eines längerfristig im Amt befindlichen ÖFB-Coaches seit Jahrzehnten bedeutet.

In Relation weniger Neulinge gab es zuletzt unter Helmut Senekowitsch, der von 1976 bis 1978 in 26 Partien zwölf Debütanten einsetzte. Kollers unmittelbare Vorgänger zeigten sich um einiges experimentierfreudiger: Dietmar Constantini brachte es in 23 Spielen auf 17 Debütanten, Karel Brückner sorgte in sieben Matches für zehn Premieren.

Auffallend ist auch, dass von Kollers 17 Debütanten lediglich zwei in Pflichtspielen erstmals zum Einsatz kamen – Andreas Weimann beim 0:0 in der WM-Qualifikation 2012 in Kasachstan und Marco Djuricin im Vorjahr beim 5:0 in der EM-Qualifikation in Liechtenstein.

Von jener Stammformation, an der Koller – außer bei Verletzungen und Sperren – während der kompletten EM-Qualifikation festhielt, kamen nur Robert Almer und Martin Hinteregger zu ihrer Premiere. Acht seiner 17 Debütanten holte Koller gar nicht mehr in den aktuellen Kader, dafür könnte in den kommenden Tagen mit Alessandro Schöpf ein 18. Neuling dazukommen.

Bisheriger "Lieblingsspieler" des Schweizers ist Marko Arnautovic mit 33 Einsätzen. Dahinter folgen Aleksandar Dragovic (30), Martin Harnik, Zlatko Junuzovic (je 28), David Alaba, Marc Janko (je 27), Almer, Christian Fuchs (je 26) und Julian Baumgartlinger (25). (APA, 22.3.2016)

Die 17 Debütanten in den 35 Länderspielen unter Marcel Koller:

2011:
Robert Almer (beim 1:2 in Lemberg gegen die Ukraine)

2012:
Guido Burgstaller
Markus Suttner (jeweils beim 3:1 gegen Finnland in Klagenfurt)
Heinz Lindner
Patrick Bürger (jeweils in Innsbruck beim 3:2 gegen die Ukraine)
Marcel Sabitzer (beim 0:0 in Innsbruck gegen Rumänien)
Andreas Weimann (beim 0:0 in Astana gegen Kasachstan)

2013:
Martin Hinteregger
Lukas Hinterseer
Philipp Zulechner
Kevin Wimmer (jeweilsbeim 1:0 gegen die USA in Wien)

2014:
Stefan Ilsanker
Valentino Lazaro (jeweils 1:1 in Innsbruck gegen Island),
Michael Liendl (beim 2:1 in Olmütz gegen Tschechien)

2015:
Marco Djuricin (beim 5:0 in Vaduz gegen Liechtenstein)
Karim Onisiwo
Florian Kainz (jeweils beim 1:2 in Wien gegen die Schweiz)

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