ÖVP will "suboptimales Image" St. Pöltens aufpolieren

22. März 2016, 12:54
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Das Potenzial der Stadt werde nicht ausreichend genutzt, sagt Gemeinderatskandidat Mario Burger

St. Pölten – Die ÖVP hat vor der Gemeinderatswahl in St. Pölten am 17. April ihre Forderungen im Bereich Wirtschaft präsentiert. "St. Pölten hat irrsinniges Potenzial durch seine Lage, Verkehrsanbindung und Flächengröße. Dieses Potenzial wird nicht ausreichend genützt", sagte VP-Kandidat Mario Burger, Gemeinderat und Obmann des Wirtschaftsbundes in der niederösterreichischen Landeshauptstadt, in einer Pressekonferenz am Dienstag.

Beim heftig diskutierten Thema Domplatz setzt sich Burger für einen "multifunktionalen Platz mit Wochenmarkt und Parkplätzen" ein. Der 40-Jährige wies auf die Bedeutung von Autoabstellflächen hin, um Kunden ins Zentrum zu bringen. "Die Kaufleute in der Innenstadt kämpfen mit Umsatzrückgängen", so Burger. Der Filialisierungsgrad im Zentrum sei auf 52 Prozent gestiegen, die Zahl der alteingesessenen Kaufleute sinke. "Es ist wichtig, dass die Innenstadt als Wirtschaftsstandort höchste Priorität genießt", betonte der ÖVP-Spitzenkandidat, Vizebürgermeister Matthias Adl.

Zu wenig Tourismus

"Die Tourismusangebote in St. Pölten sind entweder unattraktiv oder schlecht vermarktet", forderte Burger eine "Markenpositionierung". Das "suboptimale" Image St. Pöltens bei Touristen müsse korrigiert werden. 140.700 Nächtigungen im Vorjahr (minus 0,2 Prozent gegenüber 2014) seien einer Landeshauptstadt "unwürdig".

Außerdem setzt sich Burger für ein modernes, zeitgemäßes Veranstaltungs- und Kongresszentrum ein, das Infrastruktur für 1.000 bis 1.500 Personen bietet. Das bestehende VAZ "ist in die Jahre gekommen", sagte der VP-Kandidat.

Mehr Forschung

Kritik übte Burger an "Planungsfehlern", durch die ein "Fleckerlteppich" bei den Unternehmensansiedelungen mit 23 – teilweise kleinflächigen – Betriebsgebieten in St. Pölten entstanden sei. Damit vor allem Hochschulabsolventen in der Region bleiben, regte er an, mehr Firmen aus dem Bereich Technologie und Forschung anzusiedeln und Neugründungen zu erleichtern.

Grundstücksreserven gäbe es genug: 180 Hektar an gewidmetem Betriebsbauland stehen laut Burger zur Verfügung. Um neue Firmen nach St. Pölten zu bringen, setzt er sich dafür ein, dass die städtische Wirtschafts-Servicestelle ecopoint eine Übersicht über freie Betriebsflächen online stellt. (APA, 22.3.2016)

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