Beim Osterurlaub im Ausland auf Tempolimits achten

22. März 2016, 12:55
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Höhere Strafen drohen, junge Lenker müssen besonders aufpassen, warnt der Autofahrerclub ÖAMTC

Auch dieses Jahr nützen viele Urlauber die Osterfeiertage für einen Kurzurlaub im europäischen Ausland. Wer in die österreichischen Nachbarländer reist, ist oft mit dem Auto unterwegs. "Doch Achtung: Im Ausland gelten mitunter andere Tempolimits als in Österreich. Wer nicht informiert ist, riskiert hohe Strafen", warnt ÖAMTC-Touristikerin Kristina Tauer.

Daher haben die Touristikexperten des Clubs eruiert, wo man wie schnell unterwegs sein darf und welche "Spezial-Regelungen" es gibt.

  • Italien: Führerscheinneulinge müssen sich hier an eigene Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. In den ersten drei Jahren nach Ausstellung des Führerscheins darf man auf Autobahnen nur 100 statt 130 km/h, auf Schnellstraßen nur 90 statt 110 km/h fahren. Diese Regelung gilt auch für ausländische Lenker. Besonders hohes Strafgeld ist in Italien bei Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit fällig: 20 km/h zu schnell bedeuten mindestens 170 Euro Strafe, bei einer Überschreitung von 50 km/h sogar mindestens 530 Euro. Wird man zwischen 22 und 7 Uhr beim zu schnellen Fahren erwischt, erhöhen sich die Strafen um ein Drittel.

  • Kroatien: Auch in Kroatien gelten besondere Regelungen für junge Lenker. Lenker unter 25 Jahren müssen immer 10 km/h langsamer fahren als ältere Autofahrer. Außerorts gilt für sie daher ein Tempolimit von 80 statt 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 statt 110 km/h und auf der Autobahn 120 statt 130 km/h.

  • Deutschland: Als Richtwert gilt in Deutschlands hochrangigem Straßennetz 130 km/h. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen gibt es nicht. Im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit muss man seine Geschwindigkeit natürlich trotzdem der Situation anpassen. Auf vielen Streckenabschnitten gibt es aber sehr wohl Geschwindigkeitsbeschränkungen – beispielsweise beim Großen Deutschen Eck auf Teilen der A8 zwischen Salzburg und München. Die entsprechende Beschilderung gibt Auskunft über die tatsächlich erlaubte Geschwindigkeit.

  • Slowenien, Tschechien, Slowakei und Ungarn: In diesen Ländern gilt auf Landstraßen ein Tempolimit von 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h (auf Stadtautobahnen in der Slowakei gilt 90 km/h). Wer schneller unterwegs ist, hat mit hohen Strafen zu rechnen. In Ungarn sind bei einer Überschreitung von 20 km/h bis zu 100 Euro, wenn man 50 km/h zu schnell ist, 195 Euro fällig. In Slowenien beginnt bei einer Übertretung von mehr als 50 km/h die Strafe bei einem Minimum von 500 Euro und in der Slowakei bei 650 Euro.

  • Schweiz: Auch bei den Eidgenossen kann es teuer werden, wenn man sich nicht an das
    Tempolimit (außerorts 80 km/h und Autobahn 120 km/h) hält. Wer die erlaubte Geschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, zahlt mindestens 165 Euro.

Unterschiedliche Limits auch abseits der österreichischen Nachbarländer

Nicht nur in den Nachbarländern Österreichs sind Tempolimits und Strafen anders geregelt als bei uns. Auch wer weiter weg mit dem Auto unterwegs ist – beispielsweise mit einem Mietwagen – sollte sich vorab informieren.

  • Skandinavien: In Norwegen gelten europaweit die niedrigsten Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auf Autobahnen darf mit maximal 90 km/h gefahren werden. Nur auf zwei Strecken sind 100 km/h erlaubt. Auch im Nachbarland Schweden gibt es Autobahnabschnitte, auf denen nur 90 km/h erlaubt sind. In Finnland richtet sich die Strafe für schwere Geschwindigkeitsübertretungen ab 50 km/h nach dem Nettomonatsverdienst des Rasers. (red, 22.3.2016)

Detaillierte Infos zu wichtigen Verkehrsbestimmungen, auch außerhalb Europas, findet man in der Länder-Info unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

  • Der Autofahrerclub ÖAMTC hat einen Überblick über europäische Tempolimits erstellt.
    foto: dpa/julian stratenschulte

    Der Autofahrerclub ÖAMTC hat einen Überblick über europäische Tempolimits erstellt.

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