Experte sieht Leasing-Schaden für Tirols Gemeinden

22. März 2016, 11:36
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Aufgrund falscher Berechnungen durch Leasinggesellschaften

Innsbruck – Ein Experte der "Kommunalberatungs GmbH" sieht einen Schaden in Millionenhöhe für Tirols Gemeinden aufgrund falscher Berechnungen durch Leasinggesellschaften. Alleine bei Finanzierungen über die Tiroler Kommunalgebäudeleasing (TKL) schätzte Experte Thomas Swancar den Schaden für Kommunen und Unternehmen auf 30 bis 50 Mio. Euro, berichtete die "Tiroler Tageszeitung (Dienstagsausgabe).

Die TKL wies die Vorwürfe gegenüber der "TT" zurück. Zu Refundierungen sei es nur in Einzelfällen gekommen, erklärte Geschäftsführer Josef Walch. Die Rückerstattung sei außerdem nicht wegen fehlerhafter Berechnungen der TKL erfolgt, sondern aufgrund unterschiedlicher Auslegungen bei Finanzierungskosten und Änderungen im Steuerrecht.

Die Kommunalberatung hat dem Bericht zufolge im Auftrag vieler Tiroler Gemeinden kostenlos Leasingverträge prüfen lassen. Im Erfolgsfall erhalte sie einen Teil der erstrittenen Summe. "Wir haben bisher 15 Verträge kontrolliert. In zehn Fällen haben Gemeinden Rückzahlungen erhalten", sagte Swancar. Insgesamt 1,5 Mio. Euro hätten diese Gemeinden bisher außergerichtlich erstritten. So seien Kreditgebühren zu Unrecht verrechnet, die Kaution nicht berücksichtigt oder Steueränderungen nicht weitergegeben worden.

Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf (ÖVP) rät den Gemeinden indes zu einer Kontrolle ihrer Leasing-Verträge. "Sich das anschauen zu lassen, schadet nie. Vor allem, wenn es nichts kostet", erklärte Schöpf. (APA, 22.3.2016)

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