Rapid hat vor allem das Toreschießen verlernt

21. März 2016, 12:24
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Für die Hütteldorfer brachten die letzten Spiele ausschließlich Rückschläge. Auch in Ried gelang dem Team von Zoran Barisic kein Treffer

Drei Spiele, ein Punkt, kein Torerfolg: Fußball-Rekordmeister Rapid ist ausgerechnet mitten im Bundesliga-Titelkampf in ein Tief gerutscht. Beim 0:1 in Ried war zwar eine Steigerung gegenüber dem 0:4-Debakel gegen Admira Wacker Mödling zu erkennen, Punkte gab es für die Hütteldorfer aber wieder keine. Der 33. Meistertitel der Klubgeschichte kann nun nicht mehr aus eigener Kraft fixiert werden.

Der Rückstand auf Tabellenführer Red Bull Salzburg wuchs in der 28. Runde auf vier Punkte an. Nach der Länderspielpause kommt es am 3. April im Ernst-Happel-Stadion zum großen Schlager. Die Wiener stehen aufgrund der jüngsten Ausrutscher mit dem Rücken zur Wand, die dritte Niederlage im vierten Saisonduell mit dem zuletzt ebenfalls alles andere als souveränen Titelverteidiger würde wohl alle Meisterträume beenden und auch den Vizemeistertitel in Gefahr bringen. Der auch schwächelnde Lokalrivale Austria lauert drei Punkte dahinter.

"Alles andere als gut"

"Wenn man drei Spiele nicht gewinnt und kein Tor schießt, ist das alles andere als gut", sprach der erst in den Schlussminuten eingewechselte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann Klartext. Anstelle von angepeilten neun Punkten in den Duellen mit Altach (0:0), der Admira und Ried gab es nur einen Zähler. Die Wiener sind zum zweiten Mal diese Saison drei Spiele sieglos, zwischen der 11. und 13. Runde hatte es gegen Salzburg, den WAC und die Austria drei 1:2-Niederlagen gesetzt.

Seit dem Treffer von Florian Kainz in der 87. Minute beim 3:0 gegen Mattersburg am 2. März gab es keinen Rapid-Torerfolg mehr. Die mangelnde Effizienz war auch der Hauptgrund für die Niederlage im Innviertel. Matej Jelic hätte die Partie entscheiden müssen, zeigte aber wie in Altach Schwächen im Abschluss, ließ vier Möglichkeiten (14., 42., 49., 77.) ungenützt. Nach vier Toren in den ersten vier Frühjahrsspielen hatte man den Eindruck, dass dem Beric-Nachfolger endlich der Knopf aufgegangen sei, nun hat der Kroate aber schon vier Spiele nicht mehr getroffen.

Mit Mann und Maus

"Wir haben das Spiel kontrolliert und auch genug Torchancen gehabt, aber im Abschluss zu oft die falsche Entscheidung getroffen", analysierte Rapid-Trainer Zoran Barisic. Symptomatisch dafür war eine Aktion in der 49. Minute, bei der Jelic nach einer Stangl-Hereingabe über den Ball stieg, anstelle selbst abzuschließen. "Ried hat mit Mann und Maus verteidigt, für uns waren Torchancen da, es ist bitter, dass wir nicht getroffen haben", sagte Innenverteidiger Christopher Dibon.

Die Wiener versuchten trotzdem das Positive hervorzuheben. "Das Spiel gegen die Admira ist passiert, die Niederlage haben wir verdient, heute war es nicht so. Man hat gesehen, dass nicht immer die bessere Mannschaft gewinnt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles probiert", resümierte Barisic. Die schon zehnte Niederlage im 28. Saisonspiel setzte es trotzdem. Öfter hat Rapid zuletzt in der Saison 2012/13 (elfmal), die als Dritter beendet wurde, verloren. In den jüngsten beiden Saisonen gingen sieben (2014/15) sowie acht (2013/14) Spiele verloren, jeweils gab es Platz zwei. (APA, 21.3.2016)

  • Man weiß es nicht.
    foto: apa/expa/roland hackl

    Man weiß es nicht.

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