Erboster Spielhersteller verklagt Kritiker Jim Sterling auf zehn Millionen Dollar

21. März 2016, 11:40
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Sterling soll Spiele des Studios Digital Homicide ungerecht verrissen und den Ruf geschädigt haben

Der Spielhersteller Digital Homicide verklagt den populären Videospielkritiker James Stanton, bekannt als Jim Sterling, auf insgesamt 10,76 Millionen Dollar Schadensersatz. Der Klage zufolge, die im Bezirksgericht von Arizona eingereicht wurde, seien 2,6 Millionen Dollar davon auf direkte Produktschädigung, 4,3 Millionen Dollar auf emotionales und finanzielles Leid sowie Rufschädigung und fünf Millionen Dollar auf Strafschadensersatz zurückzuführen.

Grenze überschritten?

Robert Romine zufolge, dem Mitbegründer von Digital Homicide, habe Sterling die Grenze überschritten, indem er jedes einzelne Spiel des Herstellers verrissen hätte, berichtet die Seite Kotaku. Der Streit zwischen den beiden Parteien läuft bereits seit einigen Jahren. 2014 nominierte Sterling den ersten Shooter des Studios "The Slaughtering Grounds" zum schlechtesten Game des Jahres. Daraufhin veröffentlichte das Team von Romine zwei Videos, in denen Sterlings Herangehensweise kritisiert und er sogar als "verdammter Idiot" beschimpft wurde, der das Spiel nicht korrekt getestet habe.

In dieser Tonart ging es bei den folgenden Werken des Herstellers weiter, wobei Sterling seine Arbeit als Kritik betrachtet, während Digital Homicide darin eine gezielte Negativkampagne sieht. Zuletzt beklagte Romine, dass er von Fans des Spielekritikers ein Paket mit Exkrementen erhalten habe, obwohl er Sterling sowohl persönlich als auch öffentlich darum gebeten hat, dessen Community aufzufordern, Romine nicht zu belästigen.

jim sterling
Mit dieser Kritik an "The Slaughtering Grounds" fing der Streit an.

Selbstsichere Gegner

Sterling äußerte sich in einer knappen Stellungnahme zur Klage. Darin heißt es, dass er sich um die Angelegenheit kümmere und sich sehr sicher fühle.

Romine scheint sich seiner Sache ebenfalls sehr sicher zu sein. So vertritt sich der Kläger selbst vor Gericht und verzichtet auf die Unterstützung durch einen Anwalt. (zw, 21.3.2016)

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    foto: youtube
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