Max Goldt mit Satire-Preis "Göttinger Elch" gewürdigt

21. März 2016, 10:50
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Ehrung erfolgte für satirisches Lebenswerk

Göttingen – Max Goldt ist Träger des Satire-Preises "Göttinger Elch" in diesem Jahr. Der Schriftsteller und Musiker nahm die Auszeichnung am Sonntag während einer Feierstunde in Göttingen entgegen. Der 57-Jährige wurde für sein satirisches Lebenswerk geehrt. Die Jury würdigte die "eindringliche und punktgenaue" Sprache Goldts, mit der er die Merkwürdigkeiten und Mysterien der Welt schildere.

Er schaffe es dabei, sein Werk so wirken zu lassen, als sei es "von einem Beobachter aus einer Parallelwelt geschaffen" worden. Diese Welt wirke "aufgeklärter, klüger und zukunftsträchtiger als die unsere". Dennoch habe der Beobachter, "bei dem es sich natürlich um Goldt selbst handelt, es nicht nötig, sich über unsere Welt lustig zu machen". Komisch sei sie auch so.

Der "Göttinger Elch" wird seit 1997 jährlich vergeben. Er ist mit 3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen Elchsuppe dotiert. Der Name des Preises geht auf einen Zweizeiler des Satirikers F.W. Bernstein zurück: "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche." Frühere Preisträger sind unter anderem Emil Steinberger, Otto Waalkes, Olli Dittrich und Georg Schramm. (APA, 21.3.2016)

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