Haushaltsenergie billig wie seit sechs Jahren nicht

21. März 2016, 09:44
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Heizöl ist um 21 Prozent billiger als vor einem Jahr, Diesel um dreizehn Prozent, Strom- und Gaspreise sind aber gestiegen

Wien – Die Preise für Haushaltsenergie sind im Jänner auf den niedrigsten Wert seit sechs Jahren gesunken. Im Jahresabstand wurde Haushaltsenergie um 5,7 Prozent billiger, gegenüber dem Vormonat Dezember um 2,3 Prozent. Dies geht aus dem Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur hervor. Erneut erwiesen sich Mineralölprodukte als stärkster Preisdämpfer: Sprit war zuletzt 2009 so günstig.

Ohne energierelevante Positionen wäre der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) im Jänner im Jahresabstand um 1,8 Prozent höher gewesen, so legte er zum Vorjahr um 1,2 Prozent zu, der höchste Wert seit Juli. Gegenüber Dezember ging der VPI um 0,9 Prozent zurück.

Die Spritpreise lagen im Jänner um 9,8 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2015. Dabei verringerte sich der Preis für Superbenzin binnen Jahresfrist um 5,2 Prozent, Diesel wurde sogar um 12,7 Prozent billiger. Damit war Dieselkraftstoff so günstig wie zuletzt im Mai 2009 – also vor mehr als sechseinhalb Jahren –, und Superbenzin kostete so wenig wie zuletzt im Oktober 2009.

Heizöl verbilligte sich im Jahresabstand um 21,2 Prozent, Gas wurde um 0,8 Prozent billiger, Fernwärme um 0,9 Prozent. Der Strompreis stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent. Bei festen Brennstoffen, die insgesamt im Jahresabstand um 1,8 Prozent kostspieliger wurden, verteuerte sich Brennholz um 2,7 Prozent, während Holzpellets und Holzbriketts um 3,3 beziehungsweise um 2,3 Prozent billiger wurden.

Gas und Strom teurer

Im Monatsvergleich verbilligten sich die Treibstoffe insgesamt um 5,2 Prozent, dabei Superbenzin um 3,6 und Diesel um 6,2 Prozent. Heizöl wurde um 10,3 Prozent günstiger. Gas dagegen verteuerte sich binnen Monatsfrist um 1,4 Prozent, wofür eine Verteuerung der Grundgebühr (+10,3 Prozent) und des Arbeitspreises (+0,8 Prozent) ausschlaggebend waren. Fernwärme wurde von Dezember auf Jänner um 0,1 Prozent günstiger. Feste Brennstoffe insgesamt verteuerten sich binnen Monatsfrist um 1,6 Prozent; dabei wurden alle Brennstoffe teurer, angeführt von Holzpellets (+1,7 Prozent), Brennholz (+1,6 Prozent) und Holzbriketts (+1,4 Prozent). Strom verteuerte sich gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent – wegen Preiserhöhungen bei Grundgebühren und Nachtarbeitspreisen.

Mit Jänner wurde auch eine Umstellung von EPI und VPI wirksam: Beide Indizes werden nun mit dem Basisjahr 2015=100 berechnet. Die Umstellung von 2010=100 auf 2015=100 erfolgte mit dem Jahreswechsel 2015/16. Der dem VPI zugrunde liegende Warenkorb wird in Fünfjahresschritten von der Statistik Austria angepasst, um das aktuelle Konsumverhalten der privaten Haushalte abzubilden. Für den EPI wurde damit ab Jänner 2016 eine neue Indexperiode mit dem Basisjahr 2015 berechnet, so die Energieagentur. (APA, 21.3.2016)

  • Der Strompreis stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent.
    foto: apa/armer

    Der Strompreis stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent.

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