USA setzen Exportbeschränkungen gegen ZTE aus

21. März 2016, 09:08
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Chinesischer Telekomausrüster soll sich nicht an Sanktionen gegen den Iran gehalten habe

Die USA werden einem hochrangigen Insider zufolge die Exportbeschränkungen gegen den chinesischen Telekomausrüster und Handyhersteller ZTE aussetzen. In der vergangenen Woche habe man mit ZTE "aktive und konstruktive Diskussionen" im Streit über die mutmaßlichen Verletzung von Sanktionen gegen den Iran geführt, verlautete aus Kreisen des US-Handelsministeriums.

Zusagen

Die Aussetzung der Beschränkungen sei nach verbindlichen Zusagen des Unternehmens möglich geworden, werde jedoch vorübergehender Natur sein. Eine formelle Erklärung mit weiteren Einzelheiten werde vermutlich im Laufe der Woche veröffentlicht. ZTE erklärte am Montag, es wolle die Vorgaben der einzelnen Staaten einhalten.

ZTE ist einer der größten Telekomausrüster weltweit. In den USA ist das Unternehmen zudem der viertgrößte Smartphone-Hersteller hinter Apple, Samsung und LG Electronics. Die USA werfen ZTE vor, sich nicht an Sanktionen gegen den Iran gehalten zu haben. Die amerikanischen Strafmaßnahmen verbieten es US-Zulieferern, ZTE Teile zur Verfügung zu stellen. Die Strafmaßnahmen setzen ZTE deutlich zu. Seit zwei Wochen ist die Aktie des Unternehmens vom Handel in Hongkong ausgesetzt. Die chinesische Regierung hat das Vorgehen der USA scharf kritisiert. (APA, 21.3.2016)

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    foto: barry huang / reuters
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