Schülervertreter drängen auf bessere Integration

22. März 2016, 16:31
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Auch wenn keine Schulpflicht mehr besteht – Buddy-Systeme sollen im Alltag helfen

Wien – Jugendliche Flüchtlinge sollen auch dann eine Schule besuchen dürfen, wenn sie nicht mehr schulpflichtig sind und keinen Rechtsanspruch auf den Besuch weiterführender Schulen haben. "Im ersten Schritt reichen sicher Sprachkurse", so der Obmann der VP-nahen Schülerunion, Philipp Kappler, zur APA.

Regelungen in Länder unterschiedlich

Derzeit gebe es keinen einheitlichen Umgang mit Betroffenen, monierte Kappler. Je nach Bundesland gingen sowohl Schulbehörden als auch AMS anders mit Flüchtlingen um. Ein 16-Jähriger, der mangels Schulpflicht weder eine Schule besuchen könne noch vom AMS aufgefangen werde, habe keine Chance, sich sinnvoll zu integrieren.

Auf diverse Schultypen ausdehnen

Auf bestimmte Schulen will Kappler die Verteilung der Flüchtlinge nicht eingrenzen: Das könnten Polytechnische Schulen, Berufsschulen oder auch höhere Schulen sein. Auch die Dauer des Schulbesuchs solle vorab nicht festgelegt sein: "Da wird es auch darauf ankommen, wie gut es funktioniert."

In Intensivkursen könnte man innerhalb kurzer Zeit relativ schnell Deutsch lernen. In einem weiteren Schritt wäre es natürlich auch sinnvoll, den Flüchtlingen die Chance zu geben, einen Beruf zu erlernen.

Buddy-Systeme gefragt

Zur Unterstützung könnten außerdem an den Schulen Buddy-Systeme implementiert werden, bei denen österreichische Schüler Flüchtlingen im Alltag helfen, meinte Kappler. Diese hätten sich an einigen Schulen bereits bewährt und kosteten nichts. (APA, 21.3.2016)

  • Jugendliche Flüchtlinge sollen auch dann eine Schule besuchen dürfen, wenn sie nicht mehr schulpflichtig sind und keinen Rechtsanspruch auf den Besuch weiterführender Schulen haben: Das fordert die ÖVP-nahe Schülerunion.
    foto: apa / dpa / holger hollemann

    Jugendliche Flüchtlinge sollen auch dann eine Schule besuchen dürfen, wenn sie nicht mehr schulpflichtig sind und keinen Rechtsanspruch auf den Besuch weiterführender Schulen haben: Das fordert die ÖVP-nahe Schülerunion.

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