"Tatort" aus Hannover zieht den "Zorn Gottes" auf sich: Top oder Flop?

Ansichtssache20. März 2016, 17:23
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Die Leiche eines jungen Mannes fällt in einen Swimmingpool. Die Ermittlungen führen Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring) vom Fundort zum nahe gelegenen Flughafen Hannover-Langenhagen. Ihm ist bald klar, dass der jordanische Geschäftsmann Opfer einer Verwechslung geworden ist und die Spuren eines Mordes auf dem Flughafen vertuscht werden sollen. Falke und die Bundespolizei-Kommissarin Julia Grosz (Franziska Weisz), die am Flughafen arbeitet, stoßen auf einen zweiten mysteriösen Passagier, offenbar einen Syrien-Heimkehrer. Warum ist der Unbekannte illegal nach Deutschland zurückgekehrt? Plant der Mann einen Terrorakt?

foto: orf/ard/ndr/marion von der mehden

"Man darf gespannt sein, welche Marotten die neue Ermittlerin Julia Grosz, gespielt von der Österreicherin Franziska Weisz, so mitbringt. Am Sonntag feiert sie in Zorn Gottes ihren Einstand. Und was für einen – Understatement ist dafür ein Hilfsausdruck.", sagt Birgit Baumann in unserem TV-Tagebuch.

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foto: orf/ard/ndr/marion von der mehden

"Der Terroristen-Thriller als Dicke-Hosen-Clash, das ist ein gewagter"Tatort"-Ansatz. Regisseur Özgür Yildrim erschien 2008 mit seinem gefeierten Debüt "Chiko" auf der Bildfläche, einem amtlichen türkischen Gangstermovie aus Hamburg-Barmbek, und führte den "Tatort"-ErmittlerThorsten Falke in dessen erster Episode vor drei Jahren als Haudrauf aus Hamburg-Billstedt ein. Nun erklärt Yildrim den Dschihad aus Digga-Perspektive. Als Legitimierung für diesen Dreh lässt sich anführen, dass deutsche IS-Kämpfer ja meist genau aus dem Milieu stammen, dessen Codes hier aufgegriffen werden.", erklärt Christian Buß von spiegel.de.

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foto: orf/ard/ndr/marion von der mehden

"Um Ausgewogenheit bemüht und um Vorurteilen gegenüber Bürgern mit Migrationshintergrund keinen Vorschub zu leisten, schildert der "Tatort" unter anderem augenfällig das Leid der Angehörigen: Vater und Schwester beweinen Enis' kriminelle Absichten und versuchen verzweifelt,der Polizeizu helfen. Das Krimigeschehen ist in seiner Bildsprache fast immer in Dunkelheit getaucht, höchstens von Kunstlicht ein wenig beleuchtet. Klaustrophobisch enge Räume – Keller, Küchen, Krankenhausflure, Wartehallen oder Wohnzimmer – vermitteln dazu ein Gefühl von Unbehagen.", schreibt focus.de.

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foto: orf/ard/ndr/marion von der mehden

Wie hat Ihnen dieser "Tatort" gefallen? Top oder Flop? (red, 20.3.2016)

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