Hirscher im St. Moritz-Slalom nur von Myhrer geschlagen

20. März 2016, 09:54
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Salzburger in der Entscheidung von Platz fünf auf zwei. Schwarz fiel auf Rang vier zurück

St. Moritz – Marcel Hirscher hat seine grandiose Weltcupsaison mit einem zweiten Slalomplatz beendet. Der Gesamtweltcupsieger musste sich am Sonntag beim Finale in St. Moritz nur um 0,14 Sekunden dem Schweden Andre Myhrer geschlagen geben, Dritter wurde Sebastian Foss-Solevaag (NOR/0,36). Henrik Kristoffersen war als Disziplinsieger bereits festgestanden, Hirscher fehlten auf die Trophäe am Ende nur 31 Zähler.

Der Schweizer Daniel Yule brachte seine sensationelle Halbzeitführung nicht ins Ziel, er fiel auf Rang elf zurück. Der Halbzeitzweite Marco Schwarz rutschte auf den vierten Platz ex aequo mit dem Franzosen Julien Lizeroux ab (0,58), dafür verbesserte sich Manuel Feller mit Laufbestzeit vom 18. auf den 6. Platz. Marc Digruber landete auf Rang 14.

Kristoffersen als 19. ohne Punkte

"Es war ein spannendes Duell mit Henrik. Er ist ein verdienter Kristallgewinner", sagte Hirscher über den sechsfachen Slalom-Saisonsieger Kristoffersen, der nach einer Grippeerkrankung geschwächt am Start war und als Tages-19. ohne Punkte blieb. Kampfansage für die nächste Saison wollte Hirscher, der die große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg überreicht bekam, keine machen: "Wir müssen unsere Leistung bringen, da geht es nicht so sehr der gegen den und der gegen den. Der Respekt ist da schon zu groß. Jeder weiß, was da dahintersteckt."

Nach dem ersten Durchgang war Hirscher Fünfter, im zweiten fuhr er "ein bisschen mit Wut im Bauch". Da habe er noch ein paar Reserven mobilisiert. "Ich habe mich mit dem WM-Hang angefreundet", bilanzierte der 27-Jährige. So auch der 33-jährige Myhrer, der seinen sechsten Weltcupsieg feierte. "Ich bin sehr glücklich, dass ich die Saison mit einem Sieg abschließen kann."

Fünftes Top-Ten-Ergebnis für Schwarz

Für Schwarz war es nach zwei dritten Rängen in Madonna di Campiglio und Naeba, einem fünften Platz in Kranjska Gora, sowie einem neunten in Kitzbühel das fünfte Top-Ten-Ergebnis in diesem Winter. Er wurde in der Disziplinwertung Achter.

Der 20-Jährige hatte nach dem ersten Durchgang nur eine Hundertstelsekunde Rückstand auf Yule, und kündigte für das Finale "volle Attacke" an. Doch im zweiten Durchgang fuhr er im Mittelteil zu weite Wege. "Leider hat es nicht für das Podest gereicht, aber ich kann mich über den vierten Platz auch nicht beschweren", sagte der Kärntner.

Verwirrung um Schwarz

Nach dem ersten Durchgang hatte wegen Schwarz allerdings minutenlang Aufregung im Zielraum geherrscht. Erst wegen eines vermeintlichen Einfädlers, dann weil er angeblich das letzte Tor auf der falschen Seite passiert hätte. Schwarz schien in der offiziellen Resultatsliste bereits als disqualifiziert auf, Rennsportleiter Andreas Puelacher klärte die Sache im Juryraum, denn TV-Bilder zeigten, dass alles korrekt abgelaufen war. Die Resultatsliste wurde neu gedruckt.

"Der französische Technische Delegierte hatte sehr stark für die Disqualifikation gearbeitet", erläuterte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum. Ob das möglicherweise mit der brisanten Situation in der Nationenwertung etwas zu tun hatte? "Er ist ein begeisterter Franzose", ging Pum darauf nicht weiter ein.

Österreich vor Frankreich

Es war wahrlich knapp bis zum Schluss. Die Franzosen waren in der Mannschafts-Punktewertung nach dem Riesentorlauf-Dreifachsieg am Samstag bis auf 85 Zählern an Österreich herangekommen. Dank der starken Slalomperformance am Schlusstag siegte Österreich aber mit 5.804 Punkten vor Frankreich, das auf 5.603 kam. Dritter wurde Norwegen mit 4.833. (APA, 20.3.2016)

  • Marcel Hirscher war nur nach dem ersten Lauf "grantig".
    foto: afp/ fabrice coffrini

    Marcel Hirscher war nur nach dem ersten Lauf "grantig".

  • Am Ende bekam er bereits zum fünften Mal en suite die große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg.
    foto: apa/barbara gindl

    Am Ende bekam er bereits zum fünften Mal en suite die große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg.

  • So schaut's aus.

    So schaut's aus.

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