Die Admira schickt Sturm nach Hause

19. März 2016, 20:51
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Südstädter feiern einen knappen 1:0-Sieg und festigen Rang vier. Toth mit dem Goldtreffer

Der SK Sturm Graz gerät in der Fußball-Bundesliga immer mehr in Bedrängnis. Die Grazer mussten sich am Samstag bei Admira Wacker Mödling mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und hängen weiter auf Rang sechs fest. Die Admira dagegen festigte ihren vierten Tabellenplatz, der zur Europacup-Qualifikation reichen könnte. Das Goldtor erzielte Daniel Toth mit einem sehenswerten Weitschuss (51.).

Sturm hält nach acht Runden im Frühjahr weiter erst bei einem Sieg. Aus den jüngsten vier Partien gab es nur zwei Punkte. Der Rückstand der Steirer auf die Admira beträgt vier Zähler, jener auf die drittplatzierte Wiener Austria bereits deren zwölf. Die Niederösterreicher dagegen beendeten eine Serie von zuletzt fünf Heimspielen ohne Sieg. In den jüngsten drei war ihnen kein Treffer gelungen.

Ausgeglichen

Die 3.205 Zuschauer sahen eine ausgeglichene erste Hälfte. Die Admira begann mit derselben Formation, die vergangene Woche mit einem 4:0 bei Rapid überrascht hatte. Thomas Ebner kam nach einer Berührung von Charalampos Lykogiannis bereits in der zweiten Minute im Strafraum zu Fall. Elfmeter gab es für die Hausherren aber keinen.

Bei Sturm stand Schalke-Leihgabe Donis Avdijaj nach seiner langen Verletzungspause erstmals seit Anfang Oktober in der Startformation. Der 19-Jährige belebte das Offensivspiel der Grazer zumindest ein Stück weit. Die mangelnde Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor konnte aber auch er nicht beenden. Diese unterstrich Solospitze Bright Edomwonyi, der den Ball alleine vor Admira-Keeper Jörg Siebenhandl weit drüber jagte (11.).

Goalgetter Roman Kienast fehlte den Grazern weiterhin wegen Hüftproblemen. Einen gelungenen Versuch von Avdijaj nach langem Ball drehte Siebenhandl um die Stange (27.). Auf der Gegenseite ließ Srdjan Spiridonovic die besten Gelegenheiten aus. Der 22-Jährige scheiterte erst von Christoph Knasmüllner eingesetzt an Sturm-Torhüter Michael Esser (20.), dann setzte er eine Freistoßflanke aus kurzer Distanz per Kopf über das Tor (45.).

Toth ins Glück

Einen ersten Schuss von Toth hatte Esser vor der Pause noch entschärft (34.), bei dessen zweitem Versuch nach Seitenwechsel war er machtlos. Toth traf nach Pass von Spiridonovic aus 20 Metern ins linke Kreuzeck. Es war das zweite Saisontor des 28-Jährigen, der in Abwesenheit des verletzten Christoph Schößwendter auch die Kapitänsschleife trug.

Von Sturm kam in der zweiten Hälfte lange Zeit wenig, obwohl Trainer Franco Foda bei seinen drei Wechseln auf Angriff setzte. Erst im Finish drängten die Grazer auf den Ausgleich. Einen Kopfball von Avdijaj aus kurzer Distanz entschärfte Siebenhandl mustergültig (90.). Der eingewechselte Andreas Gruber verfehlte das Tor klar (91.). Davor hatte Esser sein Team im Spiel gehalten, indem er den Matchball von Spiridonovic aus dem langen Eck fischte (72.).

Die Admira beendete zwei Negativserien gegen Sturm. Gegen die Grazer hatten sie zuletzt sechsmal hintereinander und fünfmal zu Hause nicht gewonnen. Sturm dagegen sind in den vergangenen 13 Ligaspielen nur zwei Siege gelungen. Bei acht ausständigen Runden droht der Meister von 2011 das internationale Geschäft zu verpassen. (APA, 19.3.2016)

Fußball-Bundesliga (28. Runde): FC Admira Wacker Mödling – SK Sturm Graz 1:0 (0:0). BSFZ-Arena, 3.205 Zuschauer, SR Schüttengruber.

Tor: 1:0 (51.) Toth

Admira: Siebenhandl – Zwierschitz, Lackner, Wostry, Pavic – Ebner, Toth – Bajrami, Knasmüllner (78. Blutsch), Spiridonovic (85. Ayyildiz) – Grozurek (64. Starkl)

Sturm: Esser – Potzmann, Spendlhofer, Avlonitis (77. Klaric), Lykogiannis – Offenbacher (61. Gruber), Kamavuaka – Avdijaj, M. Stankovic (61. Dobras), Horvath – Edomwonyi

Gelbe Karten: Spendlhofer, Wostry bzw. Avlonitis, Avdijaj

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