Mordverdächtiger griechischer Neonazi nach U-Haft im Hausarrest

18. März 2016, 17:35
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Ermordung von Rap-Musiker Fyssos löste Untersuchung bei Goldener Morgenröte aus

Athen – Der mordverdächtige griechische Neonazi Giorgos Roupakias ist nach 30 Monaten U-Haft aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt worden. Der Ex-Kraftfahrer wurde am Freitag nach Justizangaben unter starkem Polizeischutz in seine Wohnung in Piräus gebracht.

Roupakias ist geständig, im September 2013 den Rap-Musiker Pavlos Fyssos erstochen zu haben. Eine Verlängerung der U-Haft ohne Verurteilung wäre nicht möglich gewesen.

Die Ermordung des Rap-Musikers zog Ermittlungen gegen die Neonazi-Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) nach sich. Gegen zahlreiche Führungsmitglieder der Partei laufen Prozesse oder Ermittlungsverfahren. Parteichef Nikos Michalolakis räumte eine politische Mitverantwortung für die Ermordung von Fyssos ein. Der Vater des Musikers sagte vor Gericht aus, 60 Mitglieder der Goldenen Morgenröte hätten damals seinem Sohn aufgelauert.

Die Golden Morgenröte kam bei Wahlen in den vergangenen Jahren auf einen Stimmenanteil von knapp sieben Prozent. Sie stellt derzeit 18 Abgeordnete im Parlament von Athen. (APA, 18.3.2016)

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