Austria gegen WAC mit Sorgen im Angriff

18. März 2016, 15:03
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Kvasina ersetzt absente Kayode und Friesenbichler – Wolfsberger kommen mit Selbstvertrauen nach Wien

Wien/Wolfsberg – Die Austria startet im Rennen um den anvisierten Europacup-Startplatz mit beruhigendem Vorsprung ins letzte Saisonviertel der Fußball-Bundesliga. Neun Zähler liegen die Wiener als Dritter vor den Verfolgern. Fünf Punkte fehlen andererseits auf Tabellenführer Salzburg. Platz eins haben die Violetten deshalb vor dem Heimspiel gegen den WAC am Samstag (16.00 Uhr) noch nicht aus dem Auge verloren.

Der Austria gingen vor dem Auftaktspiel der 28. Runde aber die Stürmer aus. Larry Kayode sitzt gegen die Kärntner eine Gelb-Sperre ab, Kevin Friesenbichler meldete sich Freitag krank. Der 19-jährige Marko Kvasina soll es im Angriff nun richten. Der WAC reiste hoffnungsvoll in die Bundeshauptstadt. Mit einem 1:1 gegen Salzburg blieben die siebentplatzierten Lavanttaler zuletzt zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen.

"Wir sind auf der Hut"

Austria-Trainer Thorsten Fink rang dieser Lauf Respekt ab. "Es kommt eine Mannschaft, die nach dem Trainerwechsel einen anderen Charakter hat. Sie haben den Glauben an sich wieder gefunden. Wir sind auf der Hut", meinte der Deutsche. Angst habe die Austria jedoch keine. "Es kommt ja nicht der FC Barcelona." Sportdirektor Franz Wohlfahrt gab die Marschroute auch im Hinblick auf die vorderen Ränge vor: "Für uns zählt das Absichern des Europacup-Platzes, das wird aber noch dauern. Erst dann können wir weiterreden."

Die Aussage über den Aufschwung des WAC unter Heimo Pfeifenberger wollte Fink keinesfalls als Spitze gegen dessen Vorgänger Didi Kühbauer verstanden sehen. Dass das Schlusslicht der Winterpause unter dem Salzburger aber zu Punkten gefunden hat, belegt die Statistik. In elf Runden unter Pfeifenberger sammelte Wolfsberg fünf Siege und vier Remis bei nur zwei Niederlagen. Die Austria schlug man Anfang Dezember zu Hause mit 2:0.

Selbstbewusste Wolfsberger

Vom Tabellenende ins Frühjahr gestartet, beträgt der Abstand auf Schlusslicht Grödig nun sechs Zähler. Neun davon fehlen dem WAC noch auf die in der Abstiegsfrage schier magische 40-Punkte-Marke. "Wir müssen also noch Punkte sammeln. Gegen die Austria wollen wir unsere tolle Serie fortsetzen. Wir haben nun das Gefühl, dass wir jeden schlagen können", sagte Pfeifenberger.

Zuletzt beendeten die Wolfsberger mit einem 2:0 bei der Admira auch ihre 24 Ligaspiele andauernde Sieglosigkeit in fremden Stadien. Vor allem die Abwehr mit dem nach seiner gegen Salzburg erlittenen Sprunggelenksblessur wieder fitten Torhüter Alexander Kofler beweist sich als Prunkstück. Nur 29 Gegentore musste der WAC bisher einstecken, in vier der jüngsten sechs Spiele kassierten die "Wölfe" keinen Treffer.

Bei der Austria muss Pfeifenberger mit Nemanja Rnic und Stephan Palla jedoch zwei verletzte Verteidiger vorgeben. Die Austria muss ihrerseits im Angriff umstellen. Der in dieser Saison bei bisher 21 Spielminuten haltende Kvasina wird Kayode und Friesenbichler vertreten. "Wir haben junge Spieler, damit sie in solchen Spielen da sind", meinte Fink. Der U21-Internationale sei ein hervorragender Stürmer und bringe alles mit, um in der Bundesliga zu bestehen. (APA, 18.3.2016)

FK Austria Wien – RZ Pellets WAC (Samstag, 16.00 Uhr, Wien, Generali-Arena, SR Schörgenhofer). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (a), 1:0 (h), 0:2 (a).

Austria: Almer – Larsen, Sikov, Rotpuller, Martschinko – Holzhauser, Grünwald – Venuto, Gorgon, Meilinger – Kvasina

Ersatz: Hadzikic – Koch, Windbichler, T. Salamon, Serbest, De Paula, Kehat

Es fehlen: Kayode (gesperrt), Friesenbichler (krank), Ronivaldo (Schambeinentzündung)

WAC: Kofler – Berger, Sollbauer, Drescher, Zündel – Hüttenbrenner, Tschernegg – Jacobo, Silvio, Schmerböck – Ouedraogo

Ersatz: Dobnik – Baldauf, Weber, Bingöl, Rabitsch, Wernitznig, Hellquist

Es fehlen: Standfest (gesperrt), Rnic (Syndesmoseband-Einriss), Palla (Rückenblessur), Seidl (nach Erkrankung), Trdina (nach Kreuzbandriss)

  • Thorsten Fink weiß, dass nicht der FC Barcelona kommt.
    foto: apa/erwin scheriau

    Thorsten Fink weiß, dass nicht der FC Barcelona kommt.

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