Günstiges Bauen mit Holz und Beton

20. März 2016, 14:00
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Am Immobilien-Forum West wurden zwei neue Bauideen präsentiert

Wer Wohnen erschwinglich machen will, braucht neue Bauideen. Zwei wurden beim Immobilien-Forum West in Bregenz präsentiert. Eine Modulbauweise für den sozialen Wohnbau in Holz, eine Systembauweise zum vielfältigen Einsatz in Beton.

Österreich hat 2089 Gemeinden, durchschnittlich leben in einer Gemeinde 2850 Menschen, rechnet der Architekt Andreas Postner. Mit nur zwei Häusern für je 15 Menschen pro Kommune könnte Wohnraum für zusätzlich 62.670 Menschen geschaffen werden. Die Häuser für Flüchtlinge und Einheimische könnten in Holztafelbauweise in nur zwei Monaten errichtet werden, sagt Postner. Baugründe dafür sollten Gemeinden, Pfarren und Diözese im Baurecht zur Verfügung stellen.

Renaissance des Betonbaus

Eine Renaissance des Betonbaus wünscht sich der Dornbirner Architekt Jochen Specht. Mit der deutschen Firma Marbeton entwickelte er ein neues Bausystem aus Betonfertigteilen. Der Plattenbau neu könnte vielfältig eingesetzt werden: Für den (sozialen) Wohnbau, Studentenheime, Hotels, Verwaltung.

Durch die Vorfertigung der Module, Decken, Außenwände im Werk seien Qualität und kurze Bauzeit (vier Monate ab Auftrag) gewährleistet. Küchen und Bäder werden ebenfalls in Serie produziert. Lange Lebensdauer, guter Schall- und Brandschutz, klimatische Speichermasse zeichnen das Material Beton aus, sagt Specht. Er beziffert die Baukosten mit 1200 Euro pro Quadratmeter. (jub)

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