Screening Room: Prominente Unterstützer für Kinofilm-Plattform

18. März 2016, 12:02
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Geht es nach Napster-Gründer Sean Parker, sollen in Zukunft Filme zum Kinostart auch in den Wohnzimmern zu sehen sein.

Die geplante Streaming-Plattform "Screening Room" will Kinofilme bereits mit dem Kino-Release in Privathaushalte bringen. Durch hohe Preise und eine Anti-Piraterie-Technologie soll auch die Filmbranche mit ins Boot geholt werden.

Während vor allem zu Beginn die kritischen Stimmen dominierten, gibt es auch immer mehr Befürworter des Vorhabens, wie Variety berichtet.

Steven Spielberg, Peter Jackson, J.J. Abrams

Unter diesen befinden sich durchaus prominente Persönlichkeiten der Filmindustrie, so etwa Steven Spielberg, Peter Jackson, J.J. Abrams, Brian Gazer und Ron Howard. Zwar hätten nicht alle davon in das Start-Up investiert, allerdings sollen sie alle daran beteiligt sein.

Diese einflussreichen Befürworter könnten Sean Parker, der durch die Gründung von Napster und seine Aktivitäten bei Facebook oder Spotify bekannt ist, dabei helfen, die in dieser Angelegenheit sehr kritischen Kinobetreiber zu überzeugen.

Kinobetreiber befürchten Nachteile

Diese sehen durch "Screening Room" nämlich zahlreiche Probleme auf sich zukommen, obwohl die Initiatoren versprechen, dass von dem stolzen Preis von 50 Dollar, den Benutzer zuhause für jeden einzelnen Kinofilm zahlen müssten, 20 Dollar direkt an die Kinobetreiber gehen und die Zuseher dazu zwei Eintrittskarten für ein Kino in der Nähe erhalten.

Die Betreiber wehrten sich schon immer gegen eine Verkürzung der Zeitspanne zwischen Kinostart und Veröffentlichungen für den Privatgebrauch. Außerdem befürchten sie, dass die Piraterie durch die Plattform nur gefördert wird und Filme schneller auf diversen Online-Portalen zu finden sind. Diese könnten zum Beispiel einfach vom TV-Gerät abgefilmt werden, so ihre Befürchtung.

Auch Regisseur und Filmproduzent Christopher Nolan spricht sich etwa gegen das Angebot aus. Die Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien könnten somit durchaus noch länger anhalten. (red, 18.3.2016)

  • Steven Spielberg unterstützt das Unternehmen.
    foto: ap/manuel balce ceneta

    Steven Spielberg unterstützt das Unternehmen.

  • Sean Parker will Kinofilme zukünftig auch sofort in die Wohnzimmer bringen.
    foto: dapd/paul sakuma

    Sean Parker will Kinofilme zukünftig auch sofort in die Wohnzimmer bringen.

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