Großer Ansturm auf PlayStation VR: Kein Verlustgeschäft für Sony

18. März 2016, 11:30
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Headset stürmt die Amazon-Charts – Analyst rechnet mit klarer Marktdominanz 2016

Sonys Virtual-Reality-Brille PlayStation VR wird zwar erst im Oktober auf den Markt kommen, die Nachfrage scheint aber schon zur jüngsten Ankündigung hoch zu sein. Wie Fachgeschäfte und Online-Händler melden, waren die ersten Kontingente für Vorbesteller bereits innerhalb weniger Stunden ausgeschöpft. Bei Amazon kann man nur noch ein System pro Person anfordern. In einigen Regionen wie UK befindet sich PSVR bereits an der Spitze der Games-Bestseller.

Die Ankündigung des Headsets sorgte zudem für einen rasanten Verkaufsanstieg von PSVR-Zubehör, meldet die Seite Videogamer. So benötigt man für die Brille eine PlayStation Camera und kann für manche VR-Spiele auch die Motion-Controller PS Move einsetzen.

Breite Masse

Dass Vorbestellerexemplare rasch vergriffen sind, ist zwar nicht ungewöhnlich. Oft handelt es sich um kleinere Stückmengen, die nicht einmal die euphorischsten Early-Adopter abdecken können. So waren auch die ersten Chargen von Oculus Rift und HTC Vive rasch vergriffen, die Ende März bzw. im April auf den Markt kommen. Wie Amazons Charts zeigen, ist PSVR allerdings weit vor allen anderen Systemen in den Bestsellerlisten.

Neben dem deutlich niedrigeren Anschaffungspreis dürfte die vergleichsweise weit höhere Nachfrage auch damit zu tun haben, dass PSVR dadurch nicht nur eine breitere Ziel anspricht, sondern auch auf eine breitere Installationsbasis von der benötigten Hardware bauen kann. IHS Technology-Analyst Piers Harding-Rolls rechnet, dass bis Ende 2016 rund 53 Millionen PS4-Konsolen verkauft sein werden, wobei jede davon mit PSVR kompatibel ist. Im Gegensatz dazu würde es bis Ende des Jahres lediglich 17 Millionen PC-Spieler geben, die einen ausreichend leistungsstarken Computer für HTC Vive und Oculus Rift hätten, meldet die Seite Wccftech.

Kein Verlustgeschäft

Obwohl PSVR erst einige Monate nach den beiden Hauptkonkurrenten auf den Markt kommt, rechnet Harding-Rolls 2016 mit einer klaren Marktdominanz seitens PSVR. Der Analyst prognostiziert 1,6 Millionen verkaufte Sony-VR-Systeme bis Ende des Jahres, was unter den drei großen Anbietern einen Marktanteil von 64 Prozent bedeuten würde.

Unterdessen dementierte PlayStation-Chefspielentwickler Shuhei Yoshida Gerüchte, wonach Sony PSVR unter den Herstellungskosten verkaufen würde. "Unserem Hardware-Team zufolge ist PlayStation VR zu diesem Preis kein Verlustgeschäft", so Yoshida gegenüber Eurogamer. Das sind großartige Neuigkeiten, weil wir so Geld in die Bewerbung, Vorführaktionen und die Unterstützung von Spielentwicklern investieren können, ohne dabei Geld zu verlieren."

  • Artikelbild
    foto: reuters/noah berger
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