Promotion - entgeltliche Einschaltung

Die Zukunft der Erde entscheidet sich in den Städten

21. März 2016, 11:45

Abnehmender Individualverkehr, erhöhte Fahrrad- und Fußgängerfreundlichkeit und Verteilungsgerechtigkeit für den öffentlichen Raum: Das waren nur einige der Trends, die auf der URBAN FUTURE 2016 besprochen wurden.

Auf nur 2% der Erdoberfläche werden heute 75% aller Ressourcen verbraucht. An den Metropolen der Welt wird es deutlich werden: Schaffen wir den Turnaround zu einem nachhaltigen Lebensstil mit deutlich weniger Energie- und Ressourcenverbrauch? Oder verlieren die Städte – und damit der Lebensraum der Mehrheit der Erdbevölkerung – den Wettlauf gegen die Zeit? Welche Lösungsansätze es bereits gibt und wie erfolgreich manche Städte schon heute an dem Wandel arbeiten, dazu tauschten sich 1.600 der engagiertesten Städte-Veränderer bei der URBAN FUTURE Global Conference in Graz aus.

Motor des globalen Umdenkens

Dass der Klimawandel zu den größten Herausforderungen unserer Zeit zählt, darüber herrscht auch in Graz weitgehende Einigkeit. Wie Städte dieser Gefahr begegnen und damit zum Motor eines weltweiten Umdenkens werden müssen, war ein Kernthema der zweitägigen Konferenz.

Im Jahr 1900 lebten rund 10% der Weltbevölkerung in Städten. Heute sind es mehr als 53% und 2050 werden 60 bis 65% der Weltbevölkerung in Städten leben. In absoluten Zahlen heißt das, dass derzeit rund 3,2 Milliarden Menschen im urbanen Bereich leben. Bis 2050 wird sich diese Zahl verdoppeln. Schon jetzt ziehen weltweit täglich 220.000 Menschen in Städte.

Europa ist schon jetzt zu 75% urbanisiert, die USA sogar zu 83%, Asien holt massiv auf (derzeit 48%, Afrika 41%). Die gigantische globale Wanderungsbewegung in Richtung Metropolen macht deutlich, welch überragende Rolle die Städte für die Zukunft unseres Planeten einnehmen.

Noch beeinträchtige die Dominanz des Individualverkehrs das städtische Design und Zusammenleben, so eine häufig geäußerte Feststellung bei der Konferenz in Graz. In Zukunft werden smarte Städte den öffentlichen Raum neu ordnen (müssen) und Mobilität so klimafreundlich wie möglich gestalten. Viele Städte setzen bereits konkret an diesem Punkt an und schränken den Individualverkehr mit Erfolg ein: Dazu zählen Metropolen wie London, Kopenhagen, Bremen, Vitoria-Gasteiz und Tübingen.

Öffentlichen Raum gerecht verteilen

Weniger Autoverkehr durch weniger Straßen und Parkplätze in Städten, dafür mehr Flächen für Rad- und Fußverkehr und mehr "grüne", attraktiv gestaltete Plätze zum Verweilen – das empfehlen StädteplanerInnen und BeraterInnen beim Kongress in Graz, um so mehr Verteilungsgerechtigkeit für den öffentlichen Raum zu erreichen.

Hier ist auch die Politik massiv gefordert, zeigen sich die ExpertInnen einig: Nur wenn öffentlicher Nahverkehr und klimafreundliche Verkehrsmittel gezielt gefördert werden, können die entsprechenden Klimaschutzziele erreicht werden.

Viele Kommunen zeigen bereits sehr erfolgreich vor, dass "Stadt" auch durchaus mit deutlich weniger Autos funktionieren kann: So reduziert Hamburg gezielt Straßenflächen zugunsten von mehr öffentlichem Verkehr. In Sevilla wurden hunderte Parkplätze umgewidmet und an ihrer Stelle entstanden Radwege. In Wien sorgte die Verkehrsberuhigung der Mariahilferstraße, der wichtigsten Einkaufsstraße der Stadt, für Aufsehen.

Mutige Wegweiser

Bürgermeister aus der ganzen Welt setzen sich für mehr Mut in der Politik ein. Bei der URBAN FUTURE in Graz berichteten sie, wie sie ihre Städte verändert haben. Zu den Persönlichkeiten, die wegweisende Neuerungen in den Städten initiiert haben, zählten z.B.:

  • Mick Cornett aus Oklahoma City
  • Remigijus Simasius aus Vilnius
  • Maria Vassilakou aus Wien
  • Klaus Wowereit aus Berlin
  • Luc Ferrancez aus Montreal


Die Pressefotos zur Konferenz finden Sie hier.
Die gesammelten Eindrücke beider Tage finden Sie hier.

Weitere Informationen auf www.urbanfuture.at.

  • Jonathan MacDonald, Experte für Veränderungsprozesse, bei der Eröffnung der URBAN FUTURE am 2. März 2016.
    foto: urban future global conference

    Jonathan MacDonald, Experte für Veränderungsprozesse, bei der Eröffnung der URBAN FUTURE am 2. März 2016.

  • v.l.n.r. Bürgermeister Nagl (Graz), Schädler (bmvit), Vogel (Klima- und Energiefonds), Umundum (Österreichische Post AG), Malik (Holding Graz), MacDonald (Veränderungsexperte), Pucher (Atelier Thomas Pucher).
    foto: urban future/apa-fotoservice/scheriau

    v.l.n.r. Bürgermeister Nagl (Graz), Schädler (bmvit), Vogel (Klima- und Energiefonds), Umundum (Österreichische Post AG), Malik (Holding Graz), MacDonald (Veränderungsexperte), Pucher (Atelier Thomas Pucher).

  • Im Expo-Bereich der URBAN FUTURE präsentierten sich zahlreiche Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Initiativen.
    foto: urban future global conference

    Im Expo-Bereich der URBAN FUTURE präsentierten sich zahlreiche Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Initiativen.

  • Über 180 Vortragende und 1.600 TeilnehmerInnen aus 300 Städten in mehr als 50 Nationen tauschten sich in 40 Sessions aus den Kernthemen Mobilität, Stadtplanung, Kommunikation und Ressourcenschonung aus.
    foto: urban future global conference

    Über 180 Vortragende und 1.600 TeilnehmerInnen aus 300 Städten in mehr als 50 Nationen tauschten sich in 40 Sessions aus den Kernthemen Mobilität, Stadtplanung, Kommunikation und Ressourcenschonung aus.

Share if you care.