Archäologen entdecken älteste Siedlungsreste Zentralamerikas

17. März 2016, 18:18
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Über 12.000 Jahre alte Funde kamen auf Baugelände eines Wasserkraftwerks ans Licht

San Jose – Auf der Baustelle eines künftigen Wasserkraftwerks in Costa Rica sind Gebäudereste ans Licht gekommen, die Forscher für die ältesten Zentralamerikas halten. "Die Funde legen die Existenz menschlicher Siedlungen nahe, die 12.200 Jahre alt sind", sagte der zuständige Grabungsleiter Luis Hurtado am Mittwoch (Ortszeit). Die Datierung erfolgte mit der Radiokarbonmethode.

Bei dem Bau des Staudamms am Fluss Reventazón im Osten des Landes wurden nach Angaben des staatlichen Stromkonzerns ICE auf einer Fläche von über 1.000 Hektar insgesamt 66 archäologische Stätten entdeckt. Zu den Funden gehörten Grabbeigaben, Kochutensilien und Jagdwaffen.

Die Funde gäben Aufschluss über das Leben früherer Bewohner des Landes von der Entstehung ihrer Kultur bis kurz vor der Kolonialisierung durch die Spanier, erklärte Hurtado. "Diese Entdeckung gibt uns eine historische Tiefe von mehr als 700 Generationen und erlaubt es uns, die Geschichte Costa Ricas lange vor dem Beginn der niedergeschriebenen Geschichte zu erhellen." (APA, red, 17.3.2016)

  • Mindestens 12.000 Jahre alt sind die Siedlungsreste, die Archäologen in Costa Rica freigelegt haben.
    foto: ice

    Mindestens 12.000 Jahre alt sind die Siedlungsreste, die Archäologen in Costa Rica freigelegt haben.

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