Ford Ranger: Sternbild Steinbock

20. März 2016, 14:16
43 Postings

Ford frischt seinen Pickup Ranger gründlich auf – nicht nur optisch, auch innen wird er komfortabler

Schloss Gabelhofen – Hätte der neue Ford Ranger ein Sternzeichen, wäre er wohl als Steinbock einzuordnen, aufgrund seiner Geburtsstunde zur Vienna Autoshow im Jänner dieses Jahres (=Marktstart). Aszendent Widder, versteht sich, ein Bergsteiger halt. Auch wenn man nicht an Horoskope glauben mag, das Sternbild passt. Er ist ein Kletterer, ein Naturbursche, ein Erleber. Er will sich durchsetzen und es allen beweisen. Ist gerne an der frischen Luft und stößt sich die Hörner ab. Bewiesen hat er uns einiges, Hut ab, der kann schon was. Und neu ist auch vieles.

foto: ford

Aufgefrischt wurden die Front und der Innenraum. Man hat ihm sozusagen die Hörner geschliffen und ihn mit neuer Motorhaube, neuen Scheinwerfern und neuem Kühlergrill ausgestattet. Im Innenraum erinnert nur mehr wenig an ein Nutzfahrzeug, alles wurde an Pkw-Standard angehoben. Je nach Ausstattungsklasse kommen hier gediegenere Materialien zum Einsatz. Und auch die Motoren sind nun sparsamer.

Nun, hätten wir das Horoskop an diesem Tag gelesen, wäre sicher daringestanden, dass wir jemanden kennenlernen würden und uns etwas trauen sollten.

foto: ford

Kennt jeder: Wenn man jemanden trifft, so beschnuppert man sich erst einmal vorsichtig, wagt kleine Schritte, testet den anderen. Am Anfang steht ja bekanntlich in jeder guten Beziehung das Vertrauen. Ohne Vertrauen geht’s nun mal nicht. Und so ging es uns auch mit dem modellgepflegten Ranger. STANDARD-Testerin und Pickup standen einander schüchtern gegenüber, musterten sich vorsichtig. Hinter dem Ranger ein riesiger Geländespielplatz, um ihn auf Herz und Nieren zu testen. Traut man ihm das zu? So richtig hemmungslos offroaden? Er sieht ja doch etwas zu bullig dafür aus.

Na gut, andererseits: Wird man es je wissen, wenn man es nicht versucht hat? Also rein in das Ungetüm und ran an den künstlich angelegten Offroad-Parcours mit Blick auf den Spielbergring. Der Ranger auf dem Prüfstand also.

foto: ford

In seinem natürlichen Umfeld kommen sehr gut die Charakterzüge seines Sternzeichens – Steinbock, wie gesagt – zum Vorschein, er ist geduldig und fleißig. Den Bergsteiger gibt’s mit drei Diesel-Motorisierungen zu 130, 160 und 200 PS und wahlweise mit 6-Gang-Schaltung oder 6-Gang-Wandlerautomatik. Beim Schaltgetriebe schimmert der Aszendent Widder doch mehr durch, er zeigt sich von der impulsiven Seite. Mit der Automatik ist er dann wieder ganz der Steinbock, verantwortungsbewusst und introvertiert.

Auf dem Offroad-Spielplatz durfte der Ranger vor allem ein paar seiner liebsten Spielgefährten vorstellen. Sie stehen ihm immer zur Seite, wenn er sie braucht: Der Bergabfahr- und Berganfahrassistent sowie die elektronische Sperrung des hinteren Differenzials. Beim Allradantrieb kann man während der Fahrt zwischen "high range" (4H) und "low range" (4L) wechseln, hier kommt es auf das Drehmoment an.

foto: ford

Einzig der dauernd angepriesene tolle, weil enge Wendekreis vermochte uns nicht ganz zu überzeugen. Auch das Fahren auf einer Schräge bis zu 40 Prozent ist möglich, man kommt sich dann zwar eher vor wie im Batmobil, aber es geht. Überhaupt hatten wir in Fords Pickup öfter das Gefühl, das vermeintlich Unmögliche sei vermöglichbar, auch dank ausgereifter Helferlein. Und das Horoskop hat auch gestimmt. Wie immer. (Madeleine Kopitschek, 20.3.2016)

Nachlese:

VW Amarok Experience: Komm heim zu Mutti

Nissan Navara: Feiner federn

Hilux: Nicht nur für Marchfeld-Rancher

Fiat Fullback: Ein Japaner in Italien

Link

Ford

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Bergsteiger und Arbeitstier, der Ranger kann beides. Im Topmodell Wildtrack sitzt sich’s dank Doppelkabine auch hinten human.
    foto: ford

    Bergsteiger und Arbeitstier, der Ranger kann beides. Im Topmodell Wildtrack sitzt sich’s dank Doppelkabine auch hinten human.

  • Artikelbild
    grafik: der standard
Share if you care.