Russland kürzt Raumfahrtbudget um ein Drittel

17. März 2016, 13:42
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Wirtschaftskrise zwingt Moskau dazu, im Weltraum kürzerzutreten

Moskau – Russlands große Raumfahrtpläne für die kommenden Jahre spießen sich mit der schweren Wirtschaftskrise, in dem das Land steckt. Nun zieht Moskau die Notbremse und kürzt sein ursprünglich für den Zeitraum 2016 bis 2025 geplantes Budget um rund ein Drittel auf 1,4 Billionen Rubel (18 Milliarden Euro). Trotz der Kürzung würden die wichtigsten Programme für diesen Zeitraum fortgesetzt, sagte Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Donnerstag in Moskau.

Auch in Krisenzeiten benötige Russland große und hochwertige Raumfahrtprojekte, betonte Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Der Schritt war erwartet worden. Vor allem der Absturz des Ölpreises hat ein tiefes Loch in den Haushalt der Rohstoffmacht Russland gerissen. Nahezu alle Ressorts müssen ihr Budget nachjustieren.

ISS-Beteiligung bis 2024

Der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Komarow, bekräftigte die russischen Pläne, die Internationale Raumstation noch bis 2024 zu betreiben. Danach könne Russland möglicherweise eine eigene Raumstation gründen und dabei auch bisherige russische ISS-Module verwenden.

Überdies plane Roskosmos, 2021 eine Sonde zum Mond zu schicken. Bis 2030 wolle Russland zudem eine bemannte Mondmission starten. Eine der Sparmaßnahmen sei, die Zahl der Raketentypen von zwölf auf sechs zu halbieren, erklärte Komarow. (APA, red, 17.3.2016)

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