Deutscher Zverev vergab gegen Nadal Sensation

17. März 2016, 13:32
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Matchball mit verpatztem Volley nicht genützt, dann kam der Spanier zurück

Indian Wells (Kalifornien) – Ein verpatzter Volley bei 5:3 im dritten Satz wird Deutschlands großer Tennis-Hoffnung Alexander Zverev wohl noch länger nachhängen. Es war der Matchball gegen Superstar Rafael Nadal im Achtelfinale des Masters-1000-Turniers in Indian Wells, den der erst 18-jährige Hamburger am Mittwoch vergab. Am Ende jubelte aber Nadal über einen knappen 6:7(8),6:0,7:5-Erfolg, als hätte er das Turnier gewonnen.

Nicht davongekommen ist der als Nummer drei gesetzte Stan Wawrinka. Der Schweizer musste sich dem starken jungen Belgier David Goffin beugen. Goffin gewann nach zweieinhalb Stunden mit 6:3,5:7,7:6(5), es war sein zweiter Sieg über einen Top-Ten-Spieler. "Das war sicher der beste Sieg meiner Karriere", freute sich Goffin.

Das hätte auch Zverev gerne gesagt. Im ersten Aufeinandertreffen des Deutschen, der von Nadal schon im Vorfeld des Duells als "mögliche, künftige Nummer eins" bezeichnet worden war, mit dem 14-fachen Major-Sieger zeigte Zverev sein Potenzial. Der 1,98 m große Teenager machte Nadal mit harten Aufschlägen das Leben schwer, auch wenn Nadal im zweiten Satz stark zurückkam. Im dritten Satz hatte Zverev eine Breakchance zum 5:1, nützte diese aber ebenso wenig wie besagten Matchball zum 6:3.

"Ich habe den wohl einfachsten Schlag im gesamten Match verhauen", sagte Zverev später verärgert über den schwachen Vorhand-Flugball. Nadal nahm dem Deutschen anschließend zweimal den Aufschlag ab und nutzte seinen ersten Matchball zum Sieg. "Ich habe gegen einen großartigen Spieler gespielt, jemand, der vor allem zu Beginn unglaublich serviert hat. Es tut mir für ihn leid, aber ich denke, ich habe den Sieg verdient", meinte der Weltranglisten-Fünfte, der 2:34 Stunden für den Zittersieg benötigte.

Mühelos zog hingegen der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ins Viertelfinale ein. Der serbische Titelverteidiger benötigte nur 66 Minuten für das 6:3,6:3 über den Spanier Feliciano Lopez. Fast genauso hatte sein nunmehriger Gegner Jo-Wilfried Tsonga gegen Dominic Thiem abgeschnitten: 66 Minuten, 6:3,6:2.

Auch bei den Damen ist die Nummer eins weiter, Serena Williams steht allerdings schon im Halbfinale. Die topgesetzte US-Amerikanerin setzte sich gegen Titelverteidigerin Simona Halep (ROM-5) sicher 6:4,6:3 durch. Williams trifft im Halbfinale nun auf die als Nummer 3 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska, die Petra Kvitoa mit 6:2,7:6(3) ausschaltete. Das zweite Damen-Semifinale wird erst am Donnerstag ermittelt. (APA, 17.3.2016)

  • Kommt schon noch: Alexander Zverev.
    foto: apa/afp/getty

    Kommt schon noch: Alexander Zverev.

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