Telekom-Netzausgliederung – Betriebsrat: "Unausgegorener Schwachsinn"

17. März 2016, 12:19
posten

Finanzministerium und Telekom: Reine Spekulation, es gibt keinen Auftrag

Für Telekom Austria-Betriebsratschef Walter Hotz sind Überlegungen zu einer Ausgliederung des Infrastrukturbereiches der A1 "unausgegorener Schwachsinn". Dazu gebe es nicht einmal eine Arbeitsgruppe im Haus, und technisch sei es ohnehin praktisch unmöglich.

Verärgerung

Des weiteren arbeiten von den rund 5.000 Beamten in der A1 2.000 im Verkaufsbereich, wie wolle man diese "aufspalten", so ein hörbar verärgerter Betriebsratschef am Donnerstag zur APA. Und auch in der Chefetage hält sich die Begeisterung über die Causa in Grenzen. Konzernsprecherin Ingrid Spörk betonte gegenüber der "Presse": "Es gibt keinen Auftrag."

Im Finanzministerium als Eigentümervertreter für den Staatsanteil an der Telekom spricht man von "reiner Spekulation". "Die Telekom Austria hat sich gerade neu aufgestellt und soll sich zu einem starkem, unabhängigen Unternehmen weiterentwickeln. Politische Zurufe – und generell Zurufe von außen – sind entbehrlich und kontraproduktiv für das Unternehmen. Die medial kolportierten Gerüchte sind reine Spekulation", so Sprecherin Michaela Berger.

Medienbericht

Die "Presse" berichtet in ihrer Ausgabe am Donnerstag, dass die A1 Telekom Austria überlegt, die Netzinfrastruktur an den Staat auszugliedern – und damit auch beamteten Mitarbeiter los zu werden.

Die Telekom gehört mittlerweile mehrheitlich der mexikanischen America Movil, die Staatsholding ÖBIB hält 28,4 Prozent. Die in Wien börsenotierte Telekom hatte 2015 einen Jahresüberschuss von 392,8 Mio. Euro eingefahren. (APA, 17.3.2016)

Share if you care.