Russische Staatsanwaltschaft zensierte 8.000 Internetseiten

17. März 2016, 12:08
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Nach Aufforderung der Behörde wurde "extremistisches Material" entfernt

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat auf Tausenden Internetseiten die Löschung missliebiger Inhalte durchgesetzt. Nach Aufforderung der Behörde hätten 8.000 Seiten "extremistisches Material" entfernt, darunter Videos, Artikel und Kommentare, meldete die Agentur Interfax am Donnerstag.

IS-Propaganda

Nach Angaben des Leiters der Abteilung Terrorismus und Extremismus, Timur Abregow, gehörten dazu russischsprachige Seiten, die Bürger für die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) anwerben wollten. Dem Innenministerium zufolge sind bisher mehr als 3.400 russische Staatsbürger nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen.

Unter den Begriff Extremismus können in der russischen Gesetzgebung jedoch auch Informationen über Drogen, Suizide und sexuelle Minderheiten fallen, ebenso politische Kritik an Russlands Außenpolitik in der Ukraine und in Syrien. Dutzende Nutzer sozialer Netzwerke sind bereits wegen angeblich extremistischer Posts verurteilt worden, teils wurden lange Haftstrafen verhängt. (APA, 17.3.2016)

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