Kundenzahlen: "3" liefert sich Kopf-an-Kopf-Rennen mit T-Mobile

17. März 2016, 12:02
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"3" legt kräftig zu: "Sind der zweitgrößte Internetanbieter des Landes"

T-Mobile hat seinem Rivalen "3" einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor wenigen Wochen rechnete der Handynetzbetreiber noch fix damit, hinter dem Erstplatzierten A1 die neue Nummer zwei auf dem heimischen Mobilfunkmarkt zu werden. Doch T-Mobile hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Kundenzahl auf über 4,3 Millionen gesteigert, wie das Unternehmen Ende Februar mitteilte. Maßgeblich verantwortlich für das Wachstum war der Diskonter Hot, der sich als virtueller Mobilfunker in das Netz von T-Mobile eingemietet hat und dessen Nutzer werden von T-Mobile zu seinem Kundenstamm zählt.

Bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag wollte "3"-Chef Jan Trionow daher nicht sagen, ob man die Konkurrenz überholt habe: "Wir wissen es nicht."

200.000 neue Mobilfunkkunden gewonnen

Aber es ist zweifellos ein Kopf-an-Kopf-Rennen. "3" konnte im vergangenen Jahr rund 200.000 neue Mobilfunkkunden gewinnen und zählt nun 3,8 Millionen, zählt aber seine Untermieter wie UPC und Spusu nicht dazu. Für "3" liefen die Geschäfte im vergangenen Jahr rund. Mit der Inbetriebnahme des neuen LTE-Netzes wurde 2015 die Zusammenlegung mit Orange abgeschlossen, sagte Trionow.

Rekordzahlen

Und diese habe sich ausgezahlt: Der Umsatz erhöhte sich auf 736 Millionen Euro (2014: 686 Millionen). Durch die Hebung von Synergien erreichte "3" 2015 eine neuerliche Senkung der Fixkosten um 15 Prozent. Dadurch steigerte das Unternehmen den operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 29 Prozent von 245 auf 316 Millionen. Das Betriebsergebnis (Ebit) erhöhte sich um 48 Prozent von 170 auf 252 Millionen Euro.

47 Mbit/s

Viele Neukunden wurden "auf dem Land" gewonnen. Dort wird mobiles Internet als Ersatz für Festnetz genutzt. Mit mehr als einer Million Nutzern sei man der zweitgrößte Internetanbieter des Landes, sagte Trionow. Ergänzend betonte er, dass die durchschnittliche LTE-Geschwindigkeit bei 47 MBit/s liege – weit vor klassischen Festnetzanbietern und anderen Mobilfunkern. "Das ist auch international ein Spitzenwert", sagte er. 2015 wurden knapp 25.000 Terabyte Daten verbraucht. (Markus Sulzbacher, 17.3.2016)

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"3"

  • Jan Trionow bei der Präsentation der Geschäftszahlen.
    foto: sum

    Jan Trionow bei der Präsentation der Geschäftszahlen.

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