KTM Super Duke GT: Die neue Kofferkanten

17. März 2016, 12:13
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KTM bringt einen Reisetourer. Nicht irgendeinen. Mit stolzen 173 V2-PS fährt KTM ins Tourensegment. Wenn das die Koffer aushalten

Na? Hat man in Mattighofen am Weichspüler genippt? Eine GT auf Basis der Super Duke R? Klingt nach Virgin-Bloody-Mary.

Aber keine Sorge. KTM hat der GT nicht die Super Duke-Krallen gestutzt, sondern bringt mit diesem Sporttourer das Top-Bike im Segment. Mehr als 170 PS offeriert der 1301 Kubikzentimeter große V2, bei einem Trockengewicht von gerade einmal etwas mehr als 200 Kilogramm. Das Datenblatt spricht von 173 PS, 144 Newtonmeter und 229 Kilogramm fahrfertig.

foto: ktm
Kiska hat die GT nicht sonderlich lieblich gezeichnet. Sie ist auf den ersten Blick als KTM zu erkennen.

Wenn wir schnell einen Blick zur Konkurrenz werfen: Die BMW R 1200 RS hat fast 50 PS weniger, bei 236 Kilogramm vollgetankt. Die Honda VFR ist mit dem V4 deutlich schwerer, die FJR von Yamaha bringt mit dem 4-Zylinder ebenfalls deutlich mehr Gewicht auf die Waage.

foto: ktm
173 PS holt KTM bei der GT aus dem 1,3 Liter großen V2. Da können sich die Koffer ganz schön festhalten.

Und doch ist nicht alles beim Alten, wenn KTM eine Super-Duke bekoffert. Auf einmal gibt es Schnickschnack – serienmäßig und zum Dazubestellen –, den man bis dato in Mattighofen nur hinter vorgehaltener Hand auszusprechen wagte. Heizgriffe und Sitzheizung etwa. Zudem bringt KTM in der GT zum ersten Mal einen Quickshifter. Nur zum Raufschalten, aber immerhin. Tempomat gibt es für die GT natürlich auch.

Kurven-ABS und Schräglagen-Traktionskontrolle

KTM behielt nicht nur die Radikalität der Super Duke bei, sondern spendiert der GT auch viele der Features, die wir vom Superherzog kennen: Da ist etwa das Kurven-ABS und die Traktionskontrolle die auch die Schräglage mit einberechnet, oder das semi-aktive elektronische Fahrwerk, das sich in drei Stufen einstellen lässt.

foto: ktm
KTM bietet bei der GT Komfortsysteme an, an die wir uns erst gewöhnen müssen. Eine Orange mit Heizgriffen und Popschwärmer. Dafür ist das Windshild nur manuell verstellbar.

Neu ist auf der GT die entspanntere Sitzposition. Der Lenker ist nun höher angebracht, entsprechend großzügig ist der Windschutz ausgefallen – die Scheibe lässt sich händisch verstellen – und die Sitzbankerl sind gemütlicher geworden. Weil die Kofferaufnahmen schon ins Heck integriert sind, fällt ein hässlicher Gepäckaufbau weg.

Die Koffer, die KTM anbietet, fassen einen Vollvisierhelm, der Tank 23 Liter. Wie weit Letzter reicht, hängt wohl davon ab, wie generös man sich an den 173 PS bedient. Und generös sollte man schon sein, wenn man bedenkt, dass die KTM 1290 Super Duke GT bei 21.198 Euro startet. (Guido Gluschitsch, 17.3.2016)

  • Auch ohne die Gepäckbeulen schaut die GT richtig fesch aus.
    foto: ktm

    Auch ohne die Gepäckbeulen schaut die GT richtig fesch aus.

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