Radikale Kurden bekennen sich zu Anschlag in Ankara

17. März 2016, 09:45
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Freiheitsfalken Kurdistans: Zivilisten waren nicht Ziel

Ankara – Die extremistische Organisation Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) hat sich zu dem Attentat von Ankara mit 35 Toten bekannt. Der Angriff in der türkischen Hauptstadt am Sonntag sei eine Vergeltung für das Vorgehen der türkischen Armee gegen die Kurden im Südosten des Landes gewesen, erklärte die Gruppe am Donnerstag in einem Bekennerschreiben auf ihrer Website. Es sei nicht Ziel gewesen, Zivilisten zu töten. Allerdings seien Opfer in der Zivilbevölkerung bei Angriffen unvermeidlich.

Die TAK haben sich nach eigenen Angaben von der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgespalten. Experten gehen jedoch davon aus, dass es noch Verbindungen zwischen den beiden Gruppen gibt. Die TAK haben auch die Verantwortung für einen Anschlag in Ankara im vergangenen Monat übernommen.

Türkei bombardierte Kurden im Nordirak

Die Explosion einer Autobombe am Sonntag war einer der schwersten Anschläge in der Türkei in der jüngeren Vergangenheit. Die Regierung machte die PKK dafür verantwortlich und bombardierte nur wenige Stunden nach der Explosion Stellungen der Aufständischen im Nordirak. Die Gewalt hat sich seit dem Scheitern einer mehr als zweijährigen Waffenruhe mit der PKK im Juli vor allem im Südosten des Landes deutlich verschärft. Hunderte Menschen starben. (APA, 17.3.2016)

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