Britische Zuckersteuer setzt Limonadeanbietern zu

Video17. März 2016, 09:15
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Die neue Steuer soll 2018 in Kraft treten, je nach Höhe des Zuckergehalts werden die Softdrink-Anbieter zur Kasse gebeten

Eine geplante Steuer auf gezuckerte Getränke in Großbritannien stößt den Anlegern von Britvic und AG Barr bitter auf. Die Aktien des Anbieters von Lipton Eistee und des Produzenten des Energydrinks Rockstar fielen in London jeweils um bis zu 5,5 Prozent. An der Wall Street starteten die Papiere von Coca-Cola und Pepsi jeweils etwa ein halbes Prozent im Minus. Auch Zuckerproduzenten gerieten unter Verkaufsdruck. Die Aktien von Südzucker und dem Rivalen Tate & Lyle rutschten um bis zu 1,9 Prozent ab.

Die Ankündigung einer Zuckersteuer des britische Finanzministers George Osborne findet aber auch Beifall. Starkoch Jamie Oliver zeigte sich völlig überrascht von der Neuigkeit und jubelte über die geplante Maßnahme, gehörten doch die britischen Kinder "zu den fettesten weltweit", wie er Bloomberg TV sagte.

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Oliver, der sich seit Jahren für gesundes Essen in Schulen einsetzt, sagte außerdem, mit der Entscheidung Großbritanniens werde "ein bedeutender Schritt gesetzt, der um die ganze Welt gehen wird, von Australien bis Kanada." Oliver hatte im Parlament vor Abgeordneten für die Steuer geworben. Skandinavische Länder, Frankreich und Ungarn haben eine solche Steuer bereits eingeführt.

Großbritannien will ab 2018 Softdrinks mit einer Zusatzsteuer belegen. Die Höhe hänge vom Zuckergehalt des Getränks ab und soll 520 Millionen Pfund (661 Millionen Euro) in die Staatskasse spülen. Weitere Details nannte die Regierung zunächst nicht. (Reuters, red, 17.3.2016)

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