Ministerien warten auf Geld aus dem Integrationstopf

17. März 2016, 08:47
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Das Paket wurde schon im September beschlossen, das Geld liegt aber noch im Finanzministerium

Wien – Das Geld aus dem Integrationstopf ist nach wie vor nicht an die betroffenen Ministerien überwiesen worden. Das bestätigte das Finanzministerium dem Ö1-"Morgenjournal" am Donnerstag. Das 75 Millionen Euro schwere Paket wurde bereits im September beschlossen.

Das ärgert unter anderem die niederösterreichische Bildungslandesrätin Barbara Schwarz (ÖVP). Jedes Flüchtlingskind, das ins Schulsystem integriert werden könne, sei "ein kleiner Sieg. Wir verpassen wertvolle Zeit", sagte sie im "Morgenjournal". Konkret geht es um 24 Millionen Euro, die dem Bildungsministerium aus dem Integrationstopf zustehen, etwa für Sprachförderung, zusätzliche Lehrer und die geplanten mobilen Einsatzteams.

Das Finanzministerium bestätigt, dass noch nicht alle Mittel überwiesen wurden. Projekte, die ins Finanzministerium eingebracht wurden, würden derzeit geprüft, weitere würden einlangen. Ziel sei, das Geld nächste Woche an die Ressorts zu verteilen. (red, 17.3.2016)

  • Finanzminister Hans-Jörg Schelling muss die 75 Millionen Euro noch an die Ministerien verteilen.
    foto: reuters

    Finanzminister Hans-Jörg Schelling muss die 75 Millionen Euro noch an die Ministerien verteilen.

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