Kaiser dankt ab: Beckenbauer löst Vertrag mit Bezahlsender Sky auf

16. März 2016, 18:51
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Bayern-Ehrenpräsident war wegen der Vergabe der Fußball-WM 2006 unter Druck geraten

Franz Beckenbauer wird nicht mehr als Fußballexperte für den Bezahlsender Sky tätig sein. Der frühere DFB-Teamchef und Bayern-Ehrenpräsident habe sich "nach den turbulenten Ereignissen der letzten Monate" entschieden, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen, teilte Sky am Mittwoch mit. Der Auftritt beim Rückspiel des FC Bayern gegen Juventus Turin im Achtelfinale der Champions League werde Beckenbauers vorerst letzter sein.

Unter Druck

Beckenbauer war wegen der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unter Druck geraten. Der frühere Chef des WM-Bewerbungskomitees soll direkt in eine ominöse Zahlung verwickelt sein, lautet das Ergebnis eines vom DFB in Auftrag gegebenen Untersuchungsberichts. Man habe Beckenbauer nicht zur Auflösung seines Vertrags gedrängt, sagte ein Sky-Sprecher. "Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte er für uns weiterarbeiten können."

Private Gründe

Laut Sky spielten auch private Gründe wie der Tod seines Sohns Stephan im vergangenen Jahr eine Rolle. "Ich bin jetzt 70 Jahre alt, stehe seit über 50 Jahren in der Öffentlichkeit und bin für den Fußball – ob als Spieler, Trainer oder Funktionär – zigmal um die Welt gereist", zitierte Sky den früheren Weltmeister in seiner Mitteilung. "Nach so langer Zeit möchte ich mir eine Pause gönnen." (Reuters, 16.3.2016)

  • Franz Beckenbauer wird nicht länger für Sky arbeiten.
    foto: ap/markus schreiber

    Franz Beckenbauer wird nicht länger für Sky arbeiten.

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