Institut: IS verlor ein Fünftel seiner Gebiete in Syrien und dem Irak

16. März 2016, 18:31
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Terrormiliz wegen rückgehender Öleinnahmen auch finanziell geschwächt – Nutznießer Nusra-Front

London – Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Angaben von Militärexperten gut ein Fünftel ihrer Gebiete verloren, die sie zu Beginn des vergangenen Jahres in Syrien und dem Irak besaß. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut IHS Jane's in einer am Mittwoch vorgestellten Untersuchung.

Demnach verloren die IS-Kämpfer 2015 beim Vormarsch ihrer aus der Luft von Russland und den USA unterstützten Gegner 14 Prozent des von ihnen kontrollierten Territoriums. Dieses Jahr waren es den Angaben zufolge weitere acht Prozent.

Bis Montag machte das IS-Territorium knapp 73.500 Quadratkilometer aus – das entspricht der Fläche Österreichs ohne Oberösterreich. In Syrien rückten die Regierungstruppen immer näher auf die Mitte 2015 vom IS überrannte Antikenstadt Palmyra vor.

Der IHS-Experte Columb Struck erklärte, der Islamische Staat befinde sich auf dem absteigenden Ast. Hauptnutznießer seines Niedergangs sei die Al-Nusra-Front, der syrische Al-Kaida-Ableger. Der Verlust der strategisch wichtigen Stadt Tal Abyad an der syrisch-türkischen Grenze und der Rückgang bei den Öleinnahmen schwächte den IS auch finanziell. Dagegen ist die Gruppe in Libyen im Aufschwung. Auch im Jemen hat sie Fuß gefasst. (APA, 16.3.2016)

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