Ausstellung im Jüdischen Museum: Vergnügen zwischen Prater und Stadt

16. März 2016, 16:56
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Öffnung des Erholungsgebiets führte zu Belebung des zweiten Bezirks

Wien – Die Öffnung des Wiener Praters für die Öffentlichkeit im Jahr 1766 brachte nicht nur für das Erholungsgebiet selbst viele Änderungen mit sich. Auch auf den Weg aus der Stadt in den Prater hatte das Auswirkungen. Nach und nach siedelten sich Varietés, Possenbühnen und Theater im zweiten Bezirk an. Eine Ausstellung des Jüdischen Museums widmet sich im Prater-Jubiläumsjahr nun diesen Einrichtungen. Vor allem Jiddische Theater und sogenannte Jargonbühnen zogen ein großes Publikum an. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die jüdischen Besitzer jedoch enteignet – die Spuren aus dieser Zeit sind verblasst.

Das Jüdische Museum will diesen Teil der Geschichte Wiens nun aber wieder ins Bewusstsein rücken. Gezeigt werden zum Beispiel historische Theaterplakate, Postkarten und Fotos von Aufführungen. (red)

Die Ausstellung "Wege ins Vergnügen" ist bis 18. September 2016 im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse zu sehen. (red, 17.3.2016)

  • "Der Dibbuk" wurde 1925 auf der Rolandbühne dargeboten, die seinerzeit im Fürstenhof in der Praterstraße untergebracht war.
    foto: theatermuseum

    "Der Dibbuk" wurde 1925 auf der Rolandbühne dargeboten, die seinerzeit im Fürstenhof in der Praterstraße untergebracht war.

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