Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen machen Dienst nach Vorschrift

16. März 2016, 20:01
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16 Prozent haben innerlich bereits gekündigt – "Mangelnde emotionale Bindung" in Unternehmen, die auch durch fehlende Feedback-Gespräche zustande komme

Berlin – Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland schiebt einer Umfrage zufolge lediglich Dienst nach Vorschrift. Nur 16 Prozent der Arbeitnehmer seien "mit Herz, Hand und Verstand bei der Arbeit", heißt es in einer am Mittwoch vorgelegten Auswertung einer Umfrage des Beratungsunternehmens Gallup.

68 Prozent der Befragten würden nur erledigen, was ihnen vorgeschrieben werde, weitere 16 Prozent hätten bereits innerlich gekündigt.

Darüber hinaus bemängelt das Beratungsunternehmen die wenigen Gespräche zwischen Arbeitnehmern und ihren Vorgesetzten: In den vergangenen sechs Monaten hätten nur 45 Prozent der Beschäftigten ein Gespräch über ihre Leistung bei der Arbeit geführt. Durch "mangelnde emotionale Bindung" in den Unternehmen – die auch durch fehlende Feedback-Gespräche zustande komme – entstünden der deutschen Wirtschaft jährlich Produktivitätseinbußen von 76 bis 99 Mrd. Euro.

Aus der Umfrage geht demnach ebenfalls hervor, dass nur jeder dritte Arbeitnehmer die Auffassung vertritt, in seinem Unternehmen durch Leistung schneller vorankommen zu können. Demgegenüber seien 87 Prozent der Befragten grundsätzlich aber davon überzeugt, dass es in Deutschland möglich sei, durch Leistung etwas zu erreichen.

Gallup ließ nach eigenen Angaben im März und April 2015 sowie im November und Dezember desselben Jahres insgesamt 1429 Arbeitnehmer ab 18 Jahren zu Themen rund um den Arbeitsplatz befragen. (APA, 16.3.2016)

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