Skurrile Neuheiten: 3D-Besenritt und unbestechliche Büronase

16. März 2016, 12:02
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– Gürtel Bob wird enger, wenn Träger Geld via Handy ausgibt

Rund 3.300 Aussteller sind heuer zur CeBIT nach Hannover gereist. Auch wenn es auf der Computermesse vor allem um Produkte und Anwendungen für Geschäftskunden geht, findet sich auch diesmal so manch skurriler Einfall.

Auf dem Besen durch virtuelle Welten

Wie Harry Potter sollen sich Benutzer des "fliegenden Besens" von LocomotionVR fühlen. Interessenten können auf dem etwas klobigen Plastikbesen Platz nehmen und sich mithilfe einer Virtual-Reality-Brille und Kopfhörern in eine Fantasiewelt versetzen lassen. Der Besenstiel dient zum Steuern. "Drachen, Einhörner und magische Posteulen" begegneten dem Benutzer auf der imaginären Reise, wirbt das Unternehmen. Grundsätzlich ließen sich mit der Technologie alle möglichen Szenarien darstellen, "die nicht, noch nicht oder nicht mehr zu erleben sind".

Der unbestechliche Schnüffler für die Büroluft

"Es ist zu heiß", "die Luft ist schlecht", "hier ist es viel zu feucht" – solche Sätze fallen im Großraumbüro praktisch jeden Tag. Eine Art Schiedsrichter für die Problematik bietet die Firma Airboxlab. Ihr Produkt, ein kleiner weißer Kasten namens Foobot, kann von Feuchtigkeit über Kohlendioxidgehalt bis hin zur Temperatur diverse Eigenschaften der Raumluft messen und auf einem Smartphone anzeigen. Dann gibt es für die Fenster-auf-oder-zu-Debatten zumindest eine Faktengrundlage.

Gürtel enger schnallen leicht gemacht

Das geflügelte Wort vom Engerschnallen des Gürtels haben Studenten der Hochschule Osnabrück wörtlich genommen. Ihr auf den Namen Bob getaufter Gürtel mit einem fröhlichen Grinsegesicht auf der Schnalle ist mit dem Smartphone verbunden und registriert, wenn der Träger übers Handy Geld ausgibt. Dann wird Bob enger. Damit es nicht allzu unbequem wird, belässt es der Gürtel allerdings bei einem kurzen Hinweis – danach stellt sich Bob wieder zurück auf die ursprüngliche Passform.

Warme Gedanken spüren

Ebenfalls von den Osnabrücker Studenten stammt ein besonderer Wohlfühlschal. Das rote Kleidungsstück gibt einen "subtilen Wärmeimpuls", wenn der Träger einen Ort betritt, von dem aus ihm über soziale Netzwerke eine nette Botschaft gesendet wurde. Dazu filtert die zum Schal gehörende App diese Nachrichten und gleicht den Standort des Nutzers damit ab. "Das natürliche Feedback vermittelt dem Träger ein Gefühl von menschlicher Nähe", glauben die Studenten.

Mehr Spaß beim Warten auf Grün

Damit es an Fußgängerampeln nicht so langweilig ist, stattet das Unternehmen Urban Invention sie mit kleinen Spielebildschirmen aus. Wo üblicherweise ein Knopf zur Anforderung des Grün-Signals angebracht ist, können Wartende sich am klassischen Videospiel "Pong" versuchen. Gegner ist dabei ein Passant auf der anderen Straßenseite. Wer hier ordentlich Ehrgeiz entwickelt, dürfte sich wohl ärgern, wenn es schließlich grün wird.

Fantasie aus dem 3D-Drucker

Wenn ein Kind alle seine Spielzeuge langweilig findet, muss es sich vielleicht selbst welche ausdenken. Hier setzt das Geschäftsmodell der Firma TinkerToys an. Sie stellt eine Software zur Verfügung, mit der Kinder Spielzeug gestalten können. Ist der Entwurf fertig, wird er mithilfe von 3D-Druckern Wirklichkeit. TinkerToys benutzt dafür nach eigenen Angaben Biokunststoff. Und wenn das neue Spielzeug doch nicht mehr gefällt – kein Problem: Es ist komplett recycelbar. (APA, 16.3. 2016)

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Cebit

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    foto: dpa
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