Nigeria: Mehr als 20 Tote bei Anschlag auf Moschee

16. März 2016, 14:40
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Zwei Frauen stürmten Gebetshaus

Maiduguri – Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee im Nordosten Nigerias sind mindestens 22 Menschen getötet und 32 verletzt worden. Eine der Terroristinnen hätte ihren Sprengstoffgürtel am Mittwoch während des Morgengebets in einer Moschee im Unionsstaat Borno gezündet, sagte ein Militärsprecher. Eine zweite Täterin habe wenige Minuten später etwa 50 Meter vor der Moschee eine weitere Explosion ausgelöst. Mindestens 18 Menschen wurden nach Angaben des Militärs verletzt.

Der Anschlag ereignete sich in Umarari, einem Dorf rund fünf Kilometer südlich von Maiduguri, der Hauptstadt des Unionsstaates Borno. Borno gilt als Hochburg der Islamistengruppe Boko Haram ("Westliche Erziehung ist Sünde"). Zunächst bekannte sich jedoch niemand zu dem Anschlag.

Die sunnitischen Fundamentalisten terrorisieren den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad. Die Islamisten wollen dort einen sogenannten Gottesstaat errichten. Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet und Hunderte verschleppt – vor allem Frauen und Mädchen. Boko Haram verübt nicht nur Attentate auf staatliche und christliche Ziele, sondern auch auf moderate Muslime. Häufig zwingt sie auch Gefangene zu Selbstmordattentaten. Im März 2015 leistete Boko Haram der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) den Treueschwur. (APA, 16.3.2016)

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