Cebit: Fraunhofer startet Anmeldung für "Volksverschlüsselung"

16. März 2016, 10:28
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Neuer Dienst soll Absicherung von Kommunikation stark vereinfachen – Start zur Jahresmitte

Die Enthüllungen von Edward Snowden rund um die globalen Überwachungstätigkeiten der NSA und ihrer Partner hat das Bewusstsein für sichere Kommunikation geschärft. Eine Reihe von Initiativen bemüht sich mittlerweile darum, Verschlüsselung einfach zugänglich zu machen – etwa "Let‘s Encrypt", wo Serverbetreiber unkompliziert an sichere SSL-Zertifikate kommen können.

Auch das Fraunhofer SIT hat nun ein Projekt gestartet. Kannte Deutschland bisher schon Volkswagen und den "Volks-PC", folgt nun die "Volksverschlüsselung". Sie soll den Absicherungsprozess vereinfachen und somit alltagstauglich machen.

Startschuss auf Cebit

Auf der IT-Messe Cebit hat man nun die Anmeldung offiziell gestartet. Besucher des Messestandes (Stand B36 in Halle 6) können dort eine Karte mit einer zwölfstelligen Zahl bekommen.

Mittels einer quelloffenen Volksverschlüsselungs-Anwendung, die man gegen Jahresmitte für Windows-PCs veröffentlichen wird, soll ein kryptografischer Schlüssel erstellt werden. Dieser kommt automatisch an verschiedenen Stellen zur Absicherung zum Einsatz – etwa beim E-Mail-Versand per S/MIME. Der Key bleibt stets ausschließlich in der Hand des Nutzers. Verwendet wird laut Heise der ITU-T-Standard X.509.

PGP-Support geplant

Auch andere Betriebssysteme sollen in Zukunft unterstützt werden. Dazu möchte man auch noch PGP-Support nachliefern und eine eigene Version für kleine und mittelständische Firmen umsetzen.

Das Institut sucht für seine Initiative Partner aus "Wirtschaft, Forschung und Politik", die sich unterstützend einbringen. Für den kommenden Dienst konnte man die Deutsche Telekom gewinnen. (gpi, 16.03.2016)

  • Mitte des Jahres soll das Windows-Tool für die Volksverschlüsselung erscheinen.
    foto: fraunhofer

    Mitte des Jahres soll das Windows-Tool für die Volksverschlüsselung erscheinen.

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