Atlético setzt sich in Elferkrimi gegen PSV durch

15. März 2016, 23:42
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Underdog aus den Niederlanden hielt 120 Minuten lang ein 0:0, musste sich dann aber doch geschlagen geben – ManCity gegen Kiew torlos und locker durch

Madrid/Manchester – Atlético Madrid, der Champions-League-Finalist des Jahres 2014, stand im Achtelfinale gegen PSV Eindhoven kurz vor dem Aus und stieg nach torlosen 120 Minuten im Rückspiel erst in einem spannenden Elfmeterschießen zum dritten Mal in Folge ins Viertelfinale auf. Ein Déjà-vu für Atlético, das schon im Vorjahr gegen Leverkusen auf diese Art die Top acht erreicht hatte.

Manchester City steht dagegen erstmals im Viertelfinale. Gegen Dynamo Kiew spielten die Engländer in einem schwachen Rückspiel ihren 3:1-Vorsprung aus der ersten Begegnung ohne Probleme über die Zeit. Das Fußball-"Wunder" blieb für Kiew mit Aleksandar Dragovic unerreichbar.

Atlético tat sich gegen Eindhoven schwer. In der spanischen Liga hatten die Madrilenen seit dem torlosen Remis im Hinspiel vier Siege bei 10:1 Toren geholt. Der PSV leistete im Vicente Calderon aber vehement Widerstand und hatte mit Jeroen Zoet auch einen starken Rückhalt. Der Torhüter war gegen Antoine Griezmann aus kurzer Distanz zur Stelle (15.) und entschärfte dann auch einen Kopfball des Franzosen (37.).

Atlético arbeitete dennoch unermüdlich, fing sich aus einem Gegenstoß aber fast einen Treffer ein: Keeper Jan Oblak lenkte einen Versuch von Jürgen Locadia gerade noch an die Stange (58.). Am Drücker blieb freilich der Finalist von 2014, im Finish war Zoet gegen den eingewechselten Fernando Torres erneut auf dem Posten (86.). Die Partie ging nach torlosen 90 Minuten in eine Verlängerung ohne Höhepunkte.

Das Elfmeterschießen war die logische Konsequenz – und auch dort ließ die Entscheidung lange auf sich warten. Beide Teams waren bei ihren ersten sieben Versuchen makellos, ehe PSV-Offensivmann Luciano Narsingh bei einem Lattenschuss Pech hatte. Ganz im Gegenteil zu Atléticos Juanfran, der mit einem souveränen Versuch den Erfolg der Gastgeber sicherstellte.

Nicht viel los in Manchester

ManCity tat gegen Kiew nur das Notwendigste, um den bereits vor dem Spiel praktisch sichergestellten Aufstieg zu finalisieren. Während die Engländer fünf Tage vor dem Premier-League-Schlager gegen Stadtrivale ManUnited nicht wollten, konnte Dynamo nicht zusetzen. Die Ukrainer hatten offenbar auch Angst, den Hausherren ans offene Messer zu laufen. Chancen blieben deshalb auf beiden Seiten so gut wie aus.

City-Trainer Manuel Pellegrini ging dennoch mit finsterer Miene in die Kabine. Kapitän Vincent Kompany musste bereits nach fünf Minuten mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel vom Feld, Nicolas Otamendi, sein Kollege in der Innenverteidigung, folgte 20 Minuten später.

Erst nach einer Stunde nahm das Spiel ein wenig Fahrt auf. Jesus Navas traf mit einem Flachschuss die Innenstange, auf der Gegenseite fiel ein Abschluss von Dynamo-Star Andrej Jarmolenko zu zentral aus. (APA, red, 15.3.2016)

Champions League – Achtelfinale, Rückspiele:

Atletico Madrid – PSV Eindhoven 0:0 n.V., 8:7 i. E. Madrid.

Hinspiel: 0:0 – Atletico nach Sieg im Elfmeterschießen im Viertelfinale.

Manchester City – Dynamo Kiew 0:0. Manchester, City of Manchester Stadium.

Hinspiel 3:1, ManCity mit Gesamtscore von 3:1 im Viertelfinale.

Weitere Spiele am Mittwoch: FC Barcelona – Arsenal (2:0), FC Bayern München – Juventus Turin (2:2).

Ebenfalls im Viertelfinale: Real Madrid, VfL Wolfsburg, Paris St. Germain, Benfica Lissabon.

Viertelfinal-Auslosung am Freitag um 12 Uhr in Nyon.

  • Erleichterung im Vicente Calderon: Fernando Torres verwandelte seine Elfer souverän, Keeper Jan Oblak hielt keinen Penalty – musste er auch nicht.
    foto: reuters/perez

    Erleichterung im Vicente Calderon: Fernando Torres verwandelte seine Elfer souverän, Keeper Jan Oblak hielt keinen Penalty – musste er auch nicht.

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