Jemen: 41 Tote nach Luftangriff auf Markt

16. März 2016, 10:53
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Der Angriff galt offenbar Huthi-Rebellen. Unklar ist, wie viele Zivilisten unter den Opfern sind

Sanaa – Bei Luftangriffen nordwestlich von der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind 41 Menschen getötet worden. Örtlichen Behördenangaben zufolge handelte es sich bei den Toten um Zivilisten, nach Angaben eines Stammesführers sollen unter den Toten 33 Huthi-Rebellen sein.

Mehr als 35 Menschen seien bei der Bombardierung des Marktes in der von Rebellen kontrollierten Provinz Hajjah verletzt worden, viele darunter schwer, sagte der Leiter der lokalen Gesundheitsbehörde. Es wird angenommen, dass der Luftangriff von der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition geflogen wurde, weil ansonsten niemand im Jemen bombardiert. Auch das von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium berichtete von dem Angriff.

Das Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens fliegt seit einem Jahr Angriffe in dem Bürgerkriegsland. Die Huthi-Rebellen kontrollieren große Teile vor allem im Norden und Westen des Landes und kämpfen gegen Truppen und Verbündete von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi. Am Mittwoch berichtete Jemens Innenministerium, dass drei Männer aus Singapur festgenommen wurden, die auf der Seite der Huthi-Rebellen gekämpft hatten. Immer wieder wurde der Militärkoalition in der Vergangenheit vorgeworfen, mit ihren Bombardements auch Zivilisten zu treffen. (APA, dpa, 15.3.2016)

  • Auswirkungen eines Luftangriffs in Taiz, 14. März 2016
    foto: reuters/anees mahyoub

    Auswirkungen eines Luftangriffs in Taiz, 14. März 2016

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