Ein Schatten wandert über die Erde

Ansichtssache20. März 2016, 21:33
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Außerdem: Rätsel um Yellowstone-Supervulkan, Wrack aus Vasco da Gamas Flotte gefunden und Giganten im All

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foto: sdss

Giganten im All

120.000 Lichtjahre im Durchmesser, bevölkert von bis zu 300 Milliarden Sternen: Die Milchstraße zählt wahrlich nicht zu den kleingewachsenen Galaxien – und doch gibt es dort draußen Sterneninseln, neben denen unsere Heimatgalaxie zum Zwerg verblasst. Patrick Ogle vom California Institute of Technology in Pasadena hat nun in Archivdaten der Nasa wahre Monster-Spiralgalaxien entdeckt. "Wir haben in den Aufnahmen eine bisher nicht bekannte Klasse von Spiralgalaxien ausgemacht, die mindestens so groß und hell sind wie die größten bisher bekannten elliptischen Galaxien", sagt der Astrophysiker. Und es scheint eine ganze Menge von ihnen zu geben: Von rund 800.000 untersuchten Galaxien der NASA/IPAC Extragalactic Database (NED) zeigten 53 der hellsten eine eindeutige Spiralform. Weitere Analysen zeigten, dass die größeren Exemplare dieser "Superspiralen" den vierfachen Durchmesser der Milchstraße umfassen und zehnmal so massereich sein können. Wie es zur Entstehung solcher Giganten überhaupt kommen kann, ist rätselhaft. Die Existenz der Riesenspiralgalaxien widerspricht jedenfalls der Theorie, wonach es für Sterneninseln in Spiralform eine Wachstumsobergrenze gibt.

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