Toshiba entdeckte nach Bilanzskandal neue Unregelmäßigkeiten

15. März 2016, 16:36
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Es geht um rund 46 Mio. Euro – Angeschlagener Elektronikkonzern will interne Kontrollen verbessern

Der angeschlagene Elektronikkonzern Toshiba hat nach seinem milliardenschweren Bilanzskandal weitere Fehler in den Büchern entdeckt. Erneut seien Gewinne zu hoch angesetzt worden, teilte das japanische Unternehmen am Dienstag mit. Es gehe um umgerechnet 46 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Bilanzmanipulationen aus früheren Jahren hatten das Ergebnis um 1,8 Mrd. Euro aufgebläht.

Kontrolle ist gut

Toshiba will nun die internen Kontrollen verbessern. Das Management kündigte zugleich an, die Konzernstrategie für das nächste Geschäftsjahr am Freitag vorzulegen. Infolge des Skandals hat der Traditionskonzern einen radikalen Umbau angeschoben. Geplant ist der Verkauf von Geschäftsteilen. Zudem sollen 10.000 der zuletzt 200.000 Stellen wegfallen.

Mit Spannung werden vor allem Neuigkeiten zum Verkauf der Medizintechnik-Sparte erwartet. Toshiba hatte Canon vergangene Woche exklusive Verhandlungsrechte eingeräumt. Einem Insider zufolge beläuft sich das Gebot auf mehr als 6 Mrd. Dollar (5,4 Mrd. Euro). Damit brauche Toshiba nicht die angestrebten zusätzlichen Kredite in Höhe von 1,8 Mrd. Dollar, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag. Um die Sparte Toshiba Medical System war es zu einem Bieter-Wettkampf gekommen. Auch das defizitäre Geschäft mit Laptops und die Haushaltsgeräte-Sparte stehen zur Disposition. (reuters, 15.3. 2016)

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