Studie: Hohe Quecksilberwerte bei Butterfisch

15. März 2016, 15:34
17 Postings

Zulässiger Höchstgehalt wird nicht überschritten – Auch Thunfisch und Schnapper stärker belastet

Wien – Bei Thunfisch, Schnapper und Butterfisch, der gerne bei Sushi-Gerichten verwendet wird, sind bei einer langjährigen Untersuchung der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (Ages) hohe Quecksilberwerte festgestellt worden.

Die Ages untersuchte in den Jahren 2007 bis 2015 insgesamt 1.751 Proben an Fisch und Meeresfrüchten auf deren Quecksilbergehalt. Die Höhe der Belastung war dabei stark von der Fischart abhängig: Von den in Österreich beliebten Fischarten waren Forelle, Karpfen, Saibling, Sardine, Sprotte, Hering, Lachs sowie der "Alaska-Seelachs", der gerne zu Fischstäbchen verarbeitet wird, mit durchschnittlichen Werten von 18 bis 24 µg/kg gering belastet.

Bei Zander, Dorsch, Kabeljau, Makrelen, Sardellen, Schollen, Goldbrassen, Doraden, Heilbutt und Wolfsbarsch lagen die Mittelwerte etwas höher im Bereich von 45 bis 100 µg/kg. Auch Meeresfrüchte wie Garnelen, Tintenfisch und Muscheln waren unbedenklich.

Andere Arten wiesen hingegen hohe Quecksilberwerte auf: Thunfisch war mit 184 µg/kg belastet und Schnapper mit 256 µg/kg. Butterfisch wies einen Rekordwert von durchschnittlich 677 µg/kg auf.

Für den Großteil der Fische beträgt in Österreich ein Höchstgehalt von 500 µg/kg. Für bestimmte fettreiche Fische – wie auch dem Butterfisch – gilt der Höchstgehalt von 1.000 µg/kg. Lebensmittel dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn ihr Gehalt an Kontaminanten die aufgeführten Höchstgehalte nicht übersteigt. Bei sieben der 1.751 Proben – allesamt Meeresfische – wurde diese Höchstgrenze überschritten. (APA, 15.3.2016)

  • Butterfisch wird in der japanischen Küche häufig verwendet.
    foto: epa / everett kennedy brown

    Butterfisch wird in der japanischen Küche häufig verwendet.

Share if you care.