Michael Scharang lehnt Goldenes Verdienstzeichen ab

15. März 2016, 15:15
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Straßenbeleuchtung sei ebenso wertvoll wie Text

Wien – Autor Michael Scharang (75) lehnt die Annahme des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien ab. "Von Kindheit an habe ich als ungerecht empfunden, daß körperliche Arbeit weniger geschätzt wird als geistige. Für mich ist eine gute Straßenbeleuchtung ebenso wertvoll wie ein guter literarischer Text", heißt es in seinem der APA vorliegenden Brief an die zuständige Magistratsdirektion.

Diese Sicht der Dinge mache es ihm unmöglich, eine Auszeichnung wie das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien anzunehmen. "Falls Wien noch das Rote Wien ist, wird man dafür Verständnis haben", meint Scharang, der derzeit an einem neuen Roman mit dem Titel "Der Aufstand" arbeitet. Der Roman soll damit enden, dass die österreichische Regierung ins Ausland flüchtet.

In der Präsidialabteilung der Magistratsdirektion hieß es auf Anfrage der APA, derartige Annahmeverweigerungen kämen ein paar Mal im Jahr vor, seien aber die absolute Ausnahme: "Der Großteil der Herrschaften nimmt die Ehrungen gerne an." (APA, 15.3.2016)

  • Lehnt die Annahme des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien ab:  Autor Michael Scharang.
    foto: matthias cremer

    Lehnt die Annahme des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien ab: Autor Michael Scharang.

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