DARPA: US-Behörde ruft zu Waffen-Erfinderwettbewerb "Improv" auf

20. März 2016, 15:57
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Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) lädt zum gemeinsamen Entwickeln von "unvorhersehbaren Gefahren"

"Improv" nennt sich das Projekt, in dem die Behörde DARPA des US-Verteidigungsministeriums Profi- und Amateur-Bastler oder Hacker einlädt, aus "einfach käuflichen" und "relativ gutartigen" Technologien neue Formen "unvorhersehbarer Gefahren" zu entwickeln. Diesen März will die Behörde den Erfinder-Wettbewerb bereits in die Wege leiten, berichtet GCN.

Schnell und günstig

Diese Gefahren sollen innovativ und überraschend sein, wobei gerade die Neuerfindung oder Kombination vertrauter Technologien diesen Überraschungseffekt auslösen sollen.

Der Fokus liegt dabei auf der Möglichkeit einer kostengünstigen und flotten Produktion der Vorschläge. Die Gewinner des Wettbewerbs sollen ihre Vorschläge durch Unterstützung und Eingebungen der Behörde sogar innerhalb von 90 Tagen produzieren und testen können.

Waffenbau als Defensivmaßnahme

Obwohl am Ende wohl funktionsfähige Prototypen entstehen werden, ist das erklärte Ziel des Projekts eine dadurch verbesserte Vorbereitung auf potentielle Gefahren. Der Ideenreichtum der Erfinder könnte hier möglicherweise neue Perspektiven bezüglich potentieller Angriffe eröffnen.

Obwohl diese vorbeugenden Defensivmaßnahmen betont werden und auch nie direkt von Waffen gesprochen wird, ist das Projekt aber durchaus kritisch zu sehen. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, im selben Zug nach neuen Verteidigungstechnologien oder selbstgebauten Alarmanlagen suchen zu lassen. (fps, 15.3.2016)

  • Pistolen sind offenbar nicht mehr gefragt. Die DARPA will "unvorhersehbare Gefahren" erfinden lassen.
    foto: dpa/stefan puchner

    Pistolen sind offenbar nicht mehr gefragt. Die DARPA will "unvorhersehbare Gefahren" erfinden lassen.

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