Deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kika/Leiner-Chef

15. März 2016, 10:57
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Wegen Betrugs und Untreue

Wien/St. Pölten – Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Chef der Möbelketten Kika und Leiner, Gunnar George, wegen Untreue und Betrugs, berichtet das "WirtschaftsBlatt" am Dienstag. Davor hatten deutsche Medien darüber berichtet.

Dem früheren Geschäftsführer von Möbel-Kraft wird unter anderem vorgeworfen, sich beim Verkauf eines Dienstwagens bereichert zu haben. Weitere illegale Einnahmen soll George zwischen 2012 und 2015 beim Weihnachtsbaumverkauf auf dem Kraft-Gelände, mit Spesenabrechnungen und mit einem nicht realisierten Vergnügungspark erzielt haben, schrieb das "Hamburger Abendblatt" im Februar. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel, Axel Bieler, bestätigte das dem "WirtschaftsBlatt". Außer gegen George ermittelt die Behörde gegen sieben weitere ehemalige Kraft-Mitarbeiter.

George ist seit März 2015 Geschäftsführer von Kika und Leiner in Österreich. Davor leitete er mehr als zehn Jahre das deutsche Möbelunternehmen Möbel-Kraft, bis er im Jänner 2015 fristlos entlassen wurde. Bei Möbel-Kraft fuhr George einen harten Sanierungskurs. Laut "Hamburger Abendblatt" wurde einen Monat nach der Übernahme der Geschäftsführung bekannt, dass 450 der damals 2.300 Beschäftigten binnen zwei Wochen ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Über die Erhebung einer Anklage werde möglicherweise noch in diesem Jahr entschieden. (APA, 15.3.2016)

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