Erster Österreichischer Buchpreis im November

15. März 2016, 10:36
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Auch für Lyrik und Drama offen

Wien – Nach Deutschland und der Schweiz hat nun auch Österreich seinen Buchpreis, der Montagabend von Kulturminister Josef Ostermayer im Literaturhaus vorgestellt wurde. Ziel der Auszeichnung ist laut den Organisatoren (Bundeskanzleramt, Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) und Arbeiterkammer Wien) "die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur zu würdigen und ihr im gesamten deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen."

Erstmals wird die Auszeichnung am 8. November, am Vorabend der "Buch Wien", verliehen. Vorher wird die jährlich wechselnde Jury – diesmal der Germanist Klaus Amann, Sandra Kegel (FAZ), Rotraud Schöberl von der Buchhandlung Leporello, Brigitte Schwens-Harrant (Die Furche) und Kurt Reissnegger von Ö1 – eine zehn Titel umfassende Longlist (am 6. September) und anschließend eine Shortlist (11. Oktober) nominieren.

Der Hauptpreis (20.000 Euro) wird an das "beste deutschsprachige belletristische, essayistische oder dramatische Werk einer österreichischen Autorin, eines österreichischen Autors" vergeben. An die vier weiteren Shortlist-Titel gehen je 2500 Euro. Dazu kommt ein Preis für literarische Debüts (10.000 Euro) sowie jeweils 2500 Euro für zwei weitere Titel der Debütpreis-Shortlist.

Teilnahmeberechtigt sind österreichische Staatsbürger sowie Autoren, die ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt seit mindestens drei Jahren in Österreich haben. Einreichen können Verlage, die Mitglieder in den jeweiligen Verbänden sind (HVB, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband). Maximal können pro Verlag zwei Titel, die zwischen 1. Oktober 2015 und 11. Oktober 2016 erscheinen, vorgeschlagen werden, derselbe Publikationszeitraum gilt für Debüts.

Zusätzlich dürfen pro Verlag drei weitere Titel aus dem aktuellen Programm der Jury zur Aufnahme in den Wettbewerb vorgeschlagen werden. Die Einreichfrist für den Preis beginnt am 17. März und endet am 2. Mai. Neben den insgesamt 45.000 Euro Preisgeld sind 71.000 Euro zur marketingmäßigen Unterstützung der Aktion budgetiert. (red, 15.3.2016)

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