Wiener Informatiker Helmut Veith verstorben

14. März 2016, 15:23
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Der international führende Forscher im Bereich computerunterstützte Verifikation erlag Komplikationen in Folge einer geplanten Operation

Wien – Der Informatiker Helmut Veith von der Technischen Universität (TU) Wien ist am Wochenende im Alter von 45 Jahren verstorben. Wie die TU bekannt gab, war Veith infolge von Komplikationen nach einer geplanten Operation ins Koma gefallen und, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen, verstorben. Veith galt als international führender Wissenschafter im Bereich computerunterstützte Verifikation.

"Mit Helmut Veith verlieren nicht nur die Fakultät für Informatik und die TU Wien einen ihrer führenden und innovativen Köpfe, der mit Leib und Seele Forscher und Lehrer war, sondern auch die österreichische Wissenschaft und die internationale Informatikforschung einen höchst angesehenen Wissenschaftler, der sehr viel bewegt hat", heißt es in einem Nachruf der TU.

Umfassendes Lebenswerk

Veith, am 5. Februar 1971 in Wien geboren, studierte an der TU Wien das Studium irregulare "Computationale Logik" und wurde 1998 sub auspiciis praesidentis promoviert. 2001 folgte die Habilitation für das Fach Angewandte und Theoretische Informatik. Von 2003 bis 2007 war er Professor an der TU München, wechselte dann an die TU Darmstadt, ehe er 2010 wieder an die TU Wien zurückkehrte, wo er die neu geschaffene Professur für Computer Aided Verification einnahm.

Im Rahmen eines Maxe-Kade Fellowship von 1999 bis 2000 forschte Veith in der Gruppe von Edmund M. Clarke, dem Turing-Preisträger 2007, an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Der Aufenthalt sollte richtungsweisend für sein weiteres Hauptarbeitsgebiet in der Forschung sein. Seine Interessen beschränkten sich aber nicht nur auf Verifikation, auch Computer-Sicherheit und eingebettete Systeme, mathematische Logik, Datenbanktheorie, endliche Modelltheorie und Komplexitätstheorie gehörten dazu.

Veith habe "Österreich zu einem Hotspot im Bereich Logik und Verifikation gemacht", heißt es in dem Nachruf. Zu den von ihm angeregten bzw. mitgegründeten Projekten zählen ein österreichweites Forschungsnetz im Bereich der Computer-Aided Verification, ein Doktoratskolleg für mathematische Logik in der Informatik an der TU Wien, das Vienna Center of Logic and Algorithms (VCLA), und der "Vienna Summer of Logic", die größte Konferenz in der Geschichte der Logik im Jahr 2014. (APA, 14.3.2016)

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