Mission Impossible für Dragovic bei ManCity

14. März 2016, 14:12
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ÖFB-Verteidiger mit Dynamo Kiew nach 1:3 im Hinspiel vor Aus: "Wunder gibt es keine" – Atletico gegen PSV Favorit

Manchester/Madrid – Manchester City hat seine Ambitionen in dieser Saison gänzlich auf die Champions League gerichtet. In der Liga zuletzt lustlos agierend, streben die "Citizens" am Dienstag (20.45 Uhr) den erstmaligen Sprung ins Viertelfinale der Fußball-Königsklasse an. Dieser sollte nur noch Formsache sein. Gegner Dynamo Kiew mit ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic reiste mit einer 1:3-Hypothek auf die Insel.

"Wunder gibt es keine. Umso mehr sind wir jetzt auf Wiedergutmachung aus, wir wollen unser wahres Gesicht zeigen und ein gutes Spiel abliefern", sagte Dragovic vor der Partie im Etihad Stadium. Vor dem zweiten Achtelfinal-Rückspiel am Dienstag ist die Ausgangslage offener. Atletico Madrid empfängt PSV Eindhoven, vor drei Wochen trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 0:0.

Für Manchester kam in den vergangenen beiden Jahren zweimal das Aus im Achtelfinale gegen den FC Barcelona. Ein neuerliches Scheitern in der ersten K.o.-Runde verhindern könnte nun nur jene Wankelmütigkeit, die City heuer zur Genüge gezeigt hat. Erst am Wochenende setzte es ein enttäuschendes 0:0 bei Norwich. Auf Platz vier liegend muss City nun gar um die Qualifikation für die kommende Champions League bangen.

Viel Arbeit

Trainer Manuel Pellegrini wurde bereits Amtsmüdigkeit nachgesagt, wird der Chilene doch im Sommer von Pep Guardiola abgelöst. Im Europacup will Pellegrini aber noch einmal Club-Geschichte schreiben, obligatorisch warnte er vor dem Gegner. "Wir haben eine gute Ausgangslage, aber noch ist es nicht vorüber. Es wäre schlecht, wenn wir glauben, dass wir schon weiter sind", sagte der 62-Jährige, der Dynamo als "große Mannschaft" bezeichnete.

Die Ukrainer müssten für eine Überraschung aber schon über ihren Schatten springen. Kiew hat in England noch keines seiner 13 Pflichtspiele gewonnen und dabei gleich 11 verloren. Trainer Sergej Rebrow gab sich keinen Illusionen hin. "Wir haben das enorme Potenzial von City im Hinspiel gesehen. Vor allem im Angriff sind sie sehr schwer zu stoppen", meinte der ehemalige England-Legionär, der bei Dynamos letztem Viertelfinaleinzug 1999 auf dem Spielfeld stand.

Auf Dragovic wird in der Innenverteidigung demnach gegen Sergio Aguero, David Silva und Co. erneut viel Arbeit zukommen. Immerhin sammelte der 25-Jährige mit Dynamo nach der langen Winterpause wieder Matchpraxis. In der ukrainischen Liga gab es zwei Siege und den damit verbundenen Sprung auf Platz eins. Star-Angreifer Andrej Jarmolenko zeigte sich nach überstandenen Knöchelverletzung dabei wieder gut in Schuss. Auf ihn hofft Dynamo auch am Dienstag.

In Madrid geht Atletico als Favorit ins Rennen um den Aufstieg. Mit neun Toren in den jüngsten drei Spielen zeigte sich Spaniens Tabellenzweiter zuletzt treffsicher. Vor allem der Franzose Antoine Griezmann war nicht zu bremsen. Atletico kassierte in den vergangenen acht Pflichtspielen auch nur zwei Gegentreffer und blieb dabei ungeschlagen. Weniger überzeugend agierte hingegen zuletzt PSV. In der Liga gab es ein müdes 1:1 gegen Heerenveen. Trainer Phillip Cocu monierte danach, dass sich seine Kicker wohl schon mehr auf die Champions League konzentriert hätten. (APA, 14.3.2016)

  • Aleksandar Dragovic gegen Sergio Aguero. Kann er ihn halten?
    foto: apa/savilov

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