Irak: IS-Kämpfer kehren in Wüstenstadt Rutba zurück

14. März 2016, 12:54
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Jihadisten hatten sich an syrische Grenze zurückgezogen

Bagdad – Einen Tag nach ihrem vorläufigen Abzug sind Kämpfer der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) nach Angaben aus Behördenkreisen in die westirakische Wüstenstadt Rutba zurückgekehrt. Die Extremisten hätten sich mit gepanzerten Fahrzeugen und Artilleriegeschützen an den Zufahrten der Stadt in der Provinz Anbar postiert, hieß es am Montag. Offensichtlich solle die Stadt gegen irakische Sicherheitskräfte verteidigt werden.

Am Sonntag hatten die irakische Armee und der Bürgermeister von Rutba den Abzug der IS-Miliz nach Al-Kaim an der syrischen Grenze verkündet. Rutba liegt rund 390 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad an der Straße nach Jordanien.

In Anbar hatten die irakischen Sicherheitskräfte Ende vergangenen Jahres den IS in der Provinzhauptstadt Ramadi besiegt. Seit Februar kontrollieren diese die Stadt vollständig.

Zuletzt nahmen irakische Einheiten vor allem Gebiete östlich von Ramadi ins Visier und isolierten zusehends die IS-Hochburg Falludscha rund 50 Kilometer westlich von Bagdad. Westlich von Ramadi rücken sie am Euphrat entlang auf die Stadt Hit vor. (APA, 14.03.2016)

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